Samstag, 16. November 2013

Comicrezi: Birds of Prey (Megaband: Kontrollverlust)

Info:

Titel: Birds of Prey
Originaltitel: Birds of Prey
Inhalt: Neubeginn (Let us Prey), Ärger im Gepäck (Trouble in Mind), Gefährliche Gedanken (You might think), Total gestört (Absolutely mental), Engpässe (Chokepoint), Blitzsaubere Flucht (Clean Getaway), Hirnschaden (Brain damage), Weit hergeholt (A Far Cry), Grünes Herz (Heat Seekers), Verworrene Angelegenheit (Tangled up inside), Herzschmerz und Wein (Heartbreak and vine), Erster Ausflug (First flight)
Autor: Duane Swierczynski
Zeichner: Jesus Saiz, Javier Pina, Travel Foreman, Cliff Richards, Romano Molenaar
Genre: Thriller, Superhelden, Mystery
Seitenzahl: 280
Verlag: Panini
Universum: DC
Preis: 24,00€
Amazon: http://www.amazon.de/Birds-Prey-Megaband-Bd-Kontrollverlust/dp/3862016994/ref=sr_1_sc_1?ie=UTF8&qid=1384630804&sr=8-1-spell&keywords=birds+of+prey+megaban
Cover:

Die Story:

Dinah Lance alias Black Canary ist eine gesuchte Mörderin. Doch mit der Rolle der Verbrecherin will sie sich irgendwie nicht zufrieden geben... Geplagt von Selbstzweifeln und Reue stellt sie ein Tema aus Superhelden zusammen, um der Welt (überwiegend Gotham ;P) zu zeigen, dass sie eigentlich eine der Guten ist.
Starling, Katana, Batgirl (die jedoch erst später wirklich dazustößt) und ... Poison Ivy?! Richtig, denn deren Hilfe scheinen die Mädels auch gebrauchen zu können.
Eher durch einen Zufall stoßen sie auf einen Journalisten, der vermeindlich in Gefahr schwebt. Denn plötzlich wird er von mehreren Soldaten in Tarnanzügen (nicht in Tarnfarben, sondern Anzüge, die unsichtbar machen ;)) angegriffen und von den Birds of Prey nur in letzter Sekunde gerettet. Als sie ihn ins Ausland und in Sicherheit bringen wollen explodiert er plötzlich, ohne das Zurückbleiben einer Bombe.
Was zuerst etwas wie die Extremis - Geschichte, u.a. aus dem letzten Iron Man - Film von Konkurrenten Marvel klingt, bedeutet für DCs Raubvögel ein neues Abenteuer.
Denn plötzlich sind sie auf der Fährte des psychopathischen Chokes, der kleine Bomben und Sender in die Gehirne seiner Opfer packt, um sie mit Hilfe von Kinderreimen (Gewisse Wortkombinationen ergeben "Bumm") zu steuern und als Privatarmee zu missbrauchen. Ein rassantes Rennen gegen die Zeit beginnt, denn Choke ist um einiges näher, als man zuerst vermutet.
Doch nach seiner Ergreifung ist das Abenteuer noch nicht vorbei.

Die Birds of Prey:

Wer sich wundert, warum ich oben Black Canary als "Gründerin" genannt habe, dem muss ich sagen, dass dieser Band zur Neuauflage des DC - Universums gehört. Der Comic spielt etwas nach dem Mord an Dinahs Mann (sie war im Übrigen nie mit Green Arrow verheiratet), außerdem hat Barbara Gorden ein Heilmittel gefunden und tritt wieder als Batgirl auf.
Zum ersten Mal auf die Idee einer Gruppe weiblicher Superheldinnen eine Comicserie zu geben kam der Editor oder Comiczeichner Jordan b. Gorfinkle.
Nach ein paar Teststrips, Prototypen und einem Show Case war es 1998 dann so weit: Der erste BoP - Comic ging mit der Ausgangskonstellation Oracle, Black Camary, Huntress, Lady Blackhawk, Big Barda und Misfit an den Start. Diese Konstellation ist, wie gut erkenntlich, nicht vorhanden.
Eigentlich gilt Barbara Gordon, als Oracle, also im Rollstuhl, als Gründerin und Kopf der Heldinnengruppe.
Inzwischen hat die Comicserie sogar über 100 Ausgaben geknackt. Dieser Erfolg wurde auch mit einer TV - Serie gekrönt, die allerdings nicht so sonderlich gut sein soll (Ich werd' versuchen mich evtl. mal daran zu setzen).

Der Zeichenstil:

Was soll ich groß sagen? Mir fällt es oft im Comic - Manga - Vergleich auf, dass die Stile einzelner Zeichner im amerikanischen Comic (oder v.a. im typische von DC/Marvel) sich immer ähnlich sehen, was ich etwas schade finde. Ist aber auch irgendwie logisch, da der Zeichner pro Band (o.ä.) wechselt, somit wäre es verwirrend für den Leser, wenn der Stil sich immer wieder ändert.
Allerdings gefallen mir in diesem Comic gerade die Schattierungen, sowie die Oberflächengestaltung sehr gut.

Die Charaktere:

Was soll ich schon viel sagen?
Ich finde die wunderbar düstere Stimmung wird von den inneren Konflikten und eher verstörten und verrückten Geistern der Hauptcharaktere sehr schön getragen.
Gerade Dinah scheint fast aus dem Comic herauszutreten.

Das Storytelling:

Action - und Kampfszenen sind sehr dynamisch dargestellt, teilweise aber zu dynamisch. Denn an einigen Stellen verliert man wirklich das Geschehen aus den Augen. Außerdem finde ich einige Cuts zu hart und unlogisch geplant.

Der Plot:

Der Plot war grandios! Ich war sofort gefangen von der düsteren Stimmung.
Außerdem konnte ich kaum erahnen, wer der Bösewicht war und, wie es weitergeht, denn nach der Choke - Geschichte ist noch lange nicht Schluss.

Mein Fazit:

Birds of Prey bekommt von mir 4 von 5 Sternen.