Montag, 18. November 2013

Buchrezi: Lost Land von Jonathan Maberry

Info:

Titel: Lost Land - Die Erste Nacht
Originaltitel: Rot & Ruin
Autor: Jonathan Maberry
Genre: Horror, Zombie, Dystopie, Splatter
Seitenzahl: 528
Erschienen: Simon & Schuster books for young readers (2011)
Deutscher Verlag: Thienemann (2013)
Preis: 16,95€
Amazon: http://www.amazon.de/Lost-Land-Band-Erste-Nacht/dp/3522201515/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384788531&sr=8-1&keywords=lost+land
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Der 15 - jährige Benny Imura lebt in einer Welt, lange nach unserer Zeit. Sein Bruder Tom war, es, der damals mit ihm geflohen ist, damals in der ersten Nacht, in der die Zombies die Welt übernahmen. DOch Tom ist ein Feigling, zwar hat er Bennys Leben gerettet doch seine Mutter im Stich gelassen, so denkt zumindest der Jüngere. Deswegen hasst er seinen Bruder.
Doch ihm bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten. Denn in Mountainside, einer der letzten Städte, in denen sich die Menschen verschanzt haben, muss sich jeder Jugendliche ab 15 Jahren eine Job suchen, oder die Rationen werden gekürzt. Also begibt sich Benny mit seinem Bruder, einem Kopfgeldjäger, der Jagd auf Zombies macht, ins Leichenland - und entdeckt die andere Seite Toms - und die andere Seite der Apokalypse.
Eine lange Suche und ein großes Abenteuer beginnen. Und Benny muss in die grausame Welt der Erwachsenen und der Untoten eintreten, mit Freunden, die keine sind und Feinden, die nie welche waren.

Der Autor:

Jonathan Maberry wurde 1958 in Kensington, Kentucky geboren.
Seine ersten berfulichen Erfahrungen sammelte er als Martial Arts Kämpfer, was ihn später auch in seiner Arbeit als Autor beeinflusste, daher vorher überwiegend Bücher zu dem Thema verfasste. Nachdem er für diese Sachbücher 2003 einen Award gewann, wurde er letztendlich Schriftsteller und widmete sich vor allem den Genres Horror und Splatter. In diesem Sinne gewann er auch mehrmals den Bram Stoker Award.
Er schreibt neben Büchern auch für den Comicverlag Marvel (Awesome!) und hostet eine Fernsehsendung über das Paranormsale.
Hier geht es zu seiner Internetseite.

Der Schreibstil:

Naja. Nicht besonders schlecht, nicht besonders gut, wie vieles in dem Buch.
Ich fand das Buch teilweise wirklich viel zu "pseudo - philosophisch". Gerade Tom schießt hin und wieder wirklich Sprüche vor, die einem echt die Luft lassen, weil sie wirklich nicht mal mehr in das "weißer Asiate - Zen - Mensch" passen und einfach nur noch schnulzig und extrem überzogen sind. So geht es auch einigen bildlichen Vergleichen. Gerade der "Zuckerwatte" - Vergleich passt überhaupt nicht zum Szenario!

Die Charaktere:

Mh. Siehe oben. ich fand die meisten Charaktere eher flach und klischehaft. Sehr Schade, da man hier durchaus Potential hatte. So hat man das Klischee der besten Freundin, die irgendwie frech aber besonnen ist und in die sich der Hauptcharakter verliebt, oder den etwas verstörten Einsiedler, der besonnene Zen - Japaner, usw.
Gerade mit Benny, dem Hauptcharakter konnte ich überhaupt nicht warm werden! Er verhält sich viel zu kindisch und stur für sein Alter (ich bin genauso alt wie er und bei weitem nicht ... so!) und ist ein wirkliches A - Loch! Zwar versucht der Autor ihn irgendwie "wachsen" zu lassen, doch das mehr schlecht, als recht.
Tom mochte ich eher, auch wenn er mir manchmal zu triefend vor Schmalz wurde. Allerdings mochte ich seine Art und Weise, die Dinge zu erledigen ^^

Der Plot:

Ein wirklich frisches Szenario bietet Maberry ja nicht. Denn obwohl ich erst eine Folge von the Walking Dead gesehen habe, erinnert es doch sehr stark daran. So verwandelt sich jeder Mensch nach dem Tod in einen Zombie, die im übrigen auch Wanderer genannt werden. Das finde ich wirklich schade und billig.
Allerdings mag ich einige Ideen, wie zum Beispiel die Erosionskünstler (von denen ich allerdings immer noch nicht weiß, warum sie so heißen -_-), die Bilder der Untoten für die Kopfgeldjäger anfertigen, oder die Zombiekarten, die Yu - Gi - Oh - Karten der Apokalypse.
Ich finde aber, das das Erzähltempo sehr stark variiert. Mal ist es so langatmig und langsam, dass ich fast eingeschlafen wäre, dann wieder viel zu unübersichtlich und schnell! So habe ich erst zwei Kapitel später mitbekommen, dass Tom nicht mehr an Bennys Seite war. Außerdem kommt die Geschichte erst nach einiger Zeit wirklich ins Rollen und schlägt dann plötzlich in eine ganz anderer Richtung. Gut gefallen hat es mir wirklich erst ab diesem Punkt, das Finale fand ich zwar nicht neu und erfrischen, aber trotzdem sehr gut inszeniert, ebenso, wie den Epilog. Ich finde aber, dass auch hier sehr viel gekünstelt und vorhersehbar wirkt, auch, wenn einige kleinere Wendungen für Abwechslung sorgen.
Völlig unverständlich war für mich die Kapitelaufteilung und die vier Teile, die das Buch hatte.

Mein Fazit:

Lost Land war trotz seiner 530 Seiten doch ein ziemlich flaches Buch, das mir nicht so gut gefallen hat, wie ich es erwartet hatte. Deswegen bekommt es von mir durch und durch durchschnittliche 2, 5 von 5 Punkten.