Montag, 23. September 2013

Buchrezi: City of Ashes von Cassandra Clare

Infos:

Titel: Chroniken der Unterwelt: City of ashes
Originaltitel: The mortal instruments: City of ashes
Autor: Cassandra Clare
Internetseite: chroniken-der-unterwelt.de
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 480
Erschienen: Margeret K McElderry Books
Deutscher Verlag: Arena Verlag, 2008
Preis: 17, 99 €
Amazon: http://www.amazon.de/City-Ashes-Chroniken-Unterwelt-02/dp/340106133X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1379964519&sr=8-1&keywords=city+of+ashes
(Nur mal so: Hier geht's zur Rezension zum Vorgänger ^^)
Cover:

Originalcover:

Die Story:

Clary hat die erste Schlacht gegen Valentin hinter sich gebracht - eher weniger erfolgreich. Doch jetzt kann sie nicht mehr zurück: Sie ist ein Teil dieser geheimnisvollen, neuen Welt geworden.
Doch diese ist gefährlich: Denn Valentin plant weitaus mehr: Ein geheimnisvolles Ritual, für das er das Blut verschiedener Schattenwesen sowie die zweite Insignie der Engel benötigt, nur um sich ein Heer aus Dämonen zusammenzustellen. Doch warum? Ist es nicht er, der diese Wesen verabscheut und von dem Antlitz der Erde radieren möchte?
Doch auch Jace ist in Gefahr. Die Inquisitorin, eine Abgesandte des Rates hat es auf ihn abgesehen, da er angeblich der Spion seines Vaters sein soll. Doch steckt am Ende sogar weitaus mehr dahinter?
Während Clary sich also noch nach ihrem alten Leben zurücksehnt ist ein neuer Kampf bereits entflammt - Und es wird kaum ihr letzter sein.

Die Autorin:

Cassandra Clare wurde in 1973 Teheran, der Hauptstadt des Irans als Tochter U - amerikanischer Eltern
geboren, zog aber in den ersten10 Jahren ihres Lebens ständig um. So lebte sie z.B in Frankreich, England oder der Schweiz. (Gott, wie kompliziert) Ihr eigentlicher Name jedoch ist Judith Rumelt. Den Vornamen ihres Pseudonyms entlieh sie einer Geschichte von Jane Austen.
Bevor sie City of Bones veröffentlichte machte sie sich einen Namen als Fanfiktionautorin, musste sich als solche aber auch mit einigen Plagiatsanschuldigungen herumschlagen.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil hat sich seit dem ersten Band kaum verändert, nicht wirklich verbessert aber auch nicht grundlegend verschlechtert. Einige Aussetzer hätte ich da allerdings:
Ich finde die Autorin benutzt teilweise wirklich seltsame, aufgesetzte Phrasen, bei denen ich nur davor saß und mir gedacht habe: What? Außerdem nimmt ein Störfaktor, der mir im ersten Band bereits aufgefallen ist weiter zu: Sie ändert von Zeile zu Zeile teilweise Farben und Details! Das ist im Einzelnen vielleicht nicht schlimm, nervt allerdings, wenn es sich häuft.
Apropos Farben: Ein Detail ist mir aufgefallen, was nicht wirklich schwerwiegend für die Gewichtung ist, mich aber ziemlich nervt. Ich mag es nicht, wenn man sich erst Mythen und Legenden bedient und dann aber alles mögliche daran ändert! Leute! Denkt euch eine eigene Story aus oder lasst es bleiben. Egal: Liebe Mrs. Clare: Japanische Oni - Dämonen sind nicht grün, sie sind rot oder blau. Bittedankeschön.
Auch ist mir aufgefallen, dass sie teilweise "Bausteine" benutzt. Einige Sätze und Phrasen, kehren eigentlich fast alle zwei Seiten wieder (und ich rede nicht nur von "und", "und", "und").

Die Charaktere:

Die Charaktere sind, wie im ersten Band eigentlich wieder sehr gut erdacht. Und für alle Simon - Fans: Euch erwartet eine kleine Überraschung ;)
Allerdings entwickelt sich Clary in eine Richtung, von der ich nicht weiß, ob sie mir gefällt. Denn irgendwie erscheint sie in diesem Band etwas marysuisch (Für alle, denen "Mary Sue" nichts sagt: Es ist der Begriff für einen übermächtigen Charakter, der plötzlich Dinge kann, die alle anderen nicht können /er nicht können sollte, usw.) Mir ist natürlich klar, dass ein Hauptcharakter sich meist durch bestimmte Fähigkeiten von den anderen unterscheidet (ich hoffe ich SPOILER nicht zu sehr, aber Clary und Jace erfahren in dem Buch, dass sie dank Valentin besondere Kräfte verfügen) und abhebt, aber ich will nicht mal auf diese Sonderfähigkeiten hinaus. Was ich meine, sind die Schattenjägerfähigkeiten, die die anderen ebenso besitzen. Etwas paradox ist es nämlich schon, dass Cassandra Clare das ganze Buch über erwähnt, dass Clary ja keine Ausbildung hat und sie deswegen das und das und das nicht kann und dann - ganz aus heiterem Himmel - bringt sie Aktionen, wie Kungfu - Kombos oder total abgefahrene Schwertmoves, die sie ja ohne Ausbildung gar nicht könnte ... Ich meine schon im ersten Buch hat es mich gewundert, dass sie es schafft ein Messer ohne Übung zu werfen und damit zu treffen. Das ist nämlich recht schwer, allein wenn man die physikalischen Gesetze und die Form bedenkt. Ich habe es vorerst ignoriert, war ja nur einmal. Jetzt häufen sich solche Aktionen allerdings. Die Ausrede? Schattenjägerblut ... Ja, das haben die anderen Charaktere auch und trotzdem brauchen die lebenslanges Training? Unlogisch und nervig.
Ich hoffe, dass diese Entwicklung im nächsten band etwas abgebremst wird, v.a. da ich auch Clary ziemlich lieb gewonnen hatte, bis sie angefangen hat zu nerven.

Der Plot:

An sich war der Plot auch hier wieder sehr gut erdacht und die Geschichte wurde stetig vorangetrieben. Allerdings muss ich sagen, dass ich durch diesen Band nicht so schnell durchgekommen bin, wie durch den ersten.
Dies lag v.a. daran, dass das Buch eigentlich nicht viel Neues zu bieten hatte, keine neuen Twists oder Erkenntnisse. Denn die meisten "großen" Einsichten konnte man sich als Leser durch Anspielungen, die teilweise sogar im ersten Band bereits kamen, sehr gut selber erdenken. Traurig, denn es wäre weitaus mehr drin gewesen. Dadurch ist der zweite Band leider um einiges vorhersehbarer, als Teil eins.
Einige Cuts waren mir auch zu schnell, gerade am Ende.
Eine Szene hat mich auch besonders genervt: Bei Simon zuhause wird eingebrochen und er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und telefoniert dabei mit Clary. An sich spannend konstruiert und gut geschrieben ... Wäre da nicht ein Name, der plötzlich im Raum steht. Denn Simon hat ja eine Katze. Das Problem ist nur, dass die vorher nie erwähnt wurde, erst recht nicht mit Namen! Und plötzlich steht da ein Name, der der Katze, im Raum! Okay, man könnte es sich denken, dass es sich um ein Haustier handelt ... Trotzdem ist es so, dass ich mir die gesamte Zeit, die, in der ich mich eigentlich ziemlich gerne auf die Handlung konzentriert hätte, überlegt habe, wessen Name das jetzt ist! Ich hoffe das ist verständlich. Denn, dass von der Katze die Rede gewesen ist wird dann erst zwei Kapitel später geklärt. Das ist sowas von unnötig und ein Autor schneidet sich mit so etwas nur selbst ins Fleisch.

Mein Fazit:

City of Ashes hat leider das große Problem, dass es die höher gesteckten Erwartungen nach einem fulminanten ersten Teil erfüllen muss ... und dies leider nicht schafft. Denn ich war von dem Buch recht enttäuscht, im Angesicht des ersten Bandes. Die Geschichte, Charaktere und der Schreibstil lassen sogar nach.
Deswegen bekommt der zweite Teil von mir leider keine Steigerung zum ersten, sondern sogar eine Minderung der Punkte. Leider nur 2, 5 von 5 Sternen anstatt der vorherigen 4 von 5.

Kleine Anekdote, die ich zum Schluss noch loswerden möchte:

Ich war ja im wunderschönen Amerika. Dort habe ich einmal wieder gelernt, wie Bücher Menschen zusammen bringen können, denn während meinem Aufenthalt hat genau diese Reihe mir wunderschöne Erinnerungen beschert. Einer meiner Freunde zum Beispiel hat versucht das deutsche Buch zu lesen (echt unglaublich knuffig). Plötzlich sagt ein Mädchen hinter mir: "City of Bones? Is it the German version of the second Mortal Instruments part?" Und wir haben, zwei Wildfremde, einfach angefangen miteinander über das Buch zu reden. Und dann haben wir den anderen natürlich gezwungen (Mit den Engelsklingen im Anschlag) sich das Buch SOFORT auszuleihen. Hat er auch gemacht ;)

Das war meine Rezension zu City of Bones und eine kleine Geschichte dazu. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Lesen, Leute!
Special Greetings go to John and Brittany!