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Mittwoch, 13. August 2014

[Mangarezi] Our Miracle von Kumeta Natsuo

Info:

Titel: Our Miracle
Originaltitel: Bokura no kiseki
Autorin/Zeichnerin: Kumeta Natsuo
Serie: Our Miracle
Band: 1
Genre: Fantasy, Romance
Seitenzahl: 194
Verlag: Egmont Manga
Preis: 7,00€
Amazon: http://www.amazon.de/Our-Miracle-01-Natsuo-Kumeta/dp/3770482476/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1407957660&sr=8-2&keywords=our+miracle
Cover:

Die Story:

Der Highschoolschüler Minami hält sich für die Reinkarnation der Königin Veronica aus einem fernen, längst vergessenem Land. Blöd nur, dass ihm keiner glaubt. Welchen Beweis hat er auch?
Eines Tages jedoch werden die Erinnerungen immer stärker und klarer und es gelingt ihm sogar seine Mobber mit Magie abzuwehren! Doch mit der Erinnerung scheint auch der Krieg zurückzukehren, der einst Veronicas Königreich auslöschte - Und wie es scheint, ist Minami nicht der Einzige der bereits darin gekämpft hat.

Der Zeichenstil:

Der Zeichenstil sieht auf dem Cover um einiges besser aus, als im Manga, auch wenn das nicht wirklich verständlich klingt. Ich persönlich mochte es nicht, es ging mir zu sehr in die Richtung Shojo und ich bin kein Fan von schlacksigen Beinen und Augen, auf die sogar Chibis eifersüchtig wären.

Die Charaktere:

Highschoolklischees ... Zu viele. Hinzu kommt auch noch, dass alle Mädchen bis auf Veronica gleich aussehen und die Jungen sich nur durch die Haarfarben voneinander unterscheiden.

Das Storytelling:

Verwirrend. Seltsam ineinander gestapelte Panels und zu viele Seiten ohne Text.

Der Plot:

Hier wurde ich schwer enttäuscht. Wirklich.Wo der Klappentext noch viel versprich und eigentlich nichts hält. Dreiviertel des Mangas sind gefüllt mit einer verwirrenden Slice - of - Life/Romance - Story und wie schlecht es Minami geht und wie er trotzdem eine Freundin finden, dann erklären sich alle ein Kapitel lang, wie süß das war, hin und wieder eine Flashback - Sequenz, bis endlich mal jemand kämpft. Nicht nur, dass das herzlichst wenig mit Fantasy zu tun hat, nein es ist auch noch verwirrend, da der rote Faden schon nach zwei Seiten abreißt.

Mein Fazit:

Our Miracle hat mich schwerst enttäuscht. Einige der oben genannten Sachen können da noch auf persönliche Vorzüge zurückgeführt werden, ich mag den Zeichenstil einfach nicht, aber die Geschichte ... Schrecklich. Ich kann euch den Manga in keinster Weise ans Herz legen. Leider nur 1, 5 von 5 Lesebrillen.

Freitag, 7. März 2014

[Mangarezi] Ruinenmärchen von Tsukiji Nao

Info:

Titel: Ruinenmärchen
Originaltitel: Haikyo Shojo
Autor/Zeichner: Tsukiji Nao
Serie: /
Band: Einzelband
Genre: Mystery, Slice of Life, Fantasy
Seitenzahl: 178
Verlag: Egmont Manga
Preis: 7,50€
Amazon: http://www.amazon.de/Ruinenm%C3%A4rchen-Tsukiji-Nao/dp/3770481496
Cover:

Die Story:

Der Manga ist eine Kurzgeschichtensammlung von vier Geschichten und verfolgt somit keine wirkliche durchlaufende Geschichte. Allerdings haben all diese kleinen Geschichten etwas gemeinsam: Eine geheimnisvolle verlassene Ruine taucht in ihnen auf.
In der ersten geht es um zwei Mädchen Momoka und Kazeko, zweitere wurde vor einigen Jahren entführt und in einer Fabrikruine nahe der Stadt festgehalten. Momoka ist der Meinung, dass dies ihre Freundin immer noch belastet und stellt die Situation lebensecht nach. 3 Tage hat Kazeko, um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, denn nach Ablauf der Frist wird die Ruine gesprengt. Dabei kommen immer mehr Details aus der Vergangenheit beider ans Licht.
Die zweite erzählt die Geschichten eines alten verbitterten Musikprofessors, der plötzlich anfängt die Musik zu sehen. Doch schon bald wird er davon verfolgt! Auf seiner Flucht vor den Dämonen seiner Musik und Vergangenheit, entdeckt er, dass viele Dinge vielleicht auch nicht so sind, wie sie scheinen und findet den wahren Weg zur Musik wieder.
Das Mädchen in der Kommode schickt den junge gescheiterten Toru auf die Fährte seines Bruders. Dieser war Arzt und ist vor einiger Zeit an einer schweren Krankheit verstorben. Doch als Toru auf der Straße von einer ehemaligen Patientin auf der Straße angesprochen und verwechselt wird taucht er immer weiter in die Vergangenheit seines Zwillings und des schwerkranken Mädchens ein und entwickelt dabei eine immer engere Beziehung zu ihr.
Den Abschluss bildet die Geschichte des Hutmachers Toma. Dieser ist auf dem Weg zum König, kommt jedoch vom Weg ab und landet plötzlich vor einer Ruine. Als er diese betritt ist er plötzlich gefangen. Doch es gibt Rettung: Der Geist der Ruine schlägt ihm einen Deal vor: Toma hat drei Tage Zeit um mit seiner Assistentin aus der Ruine zu fliehen, allerdings muss er jedem umherirrenden Geist, den er trifft einen Hut fertigen. Der Weg aus dem Gefängnis führt Toma zurück in seiner Vergangenheit und zeigt ihm, dass es mehr auf dieser Erde gibt, als Geld.

Der Zeichenstil:

Ein Wort: Wunderwunderhübsch! Man wird wirklich in eine komplett andere Welt entführt jede Seite auf ein neues. Dabei muss man jede Seite dreimal begutachten und das nicht im schlechten Sinne. Immer wieder entdeckt man neue Details, die einen zum Schmunzeln bringen.
Die Kostüme sind pompös oder schlicht, haben jedoch immer etwas vom Märchenland und laden zum träumen ein.
Ein kleines Manko habe ich: Einige männliche Charaktere sind mir mit ihren langen Haaren und filigranen Gesichtern dann doch zu "weiblich" gezeichnet.

Die Charaktere:

Tsukiji Nao schafft es den Charakteren in kurzer Zeit eine unglaubliche Tiefe zu verleihen. Ich finde gute glaubwürdige Charaktere für eine Kurzgeschichte zu entwickeln ist eine wirkliche Kunst für sich, da man nur begrenzt Zeit, sowie Seiten zur Verfügung hat.
Nur Dolcile, die Assistentin von Toma hat mir nicht sonderlich gefallen. Ich fand den Charakter zu überzogen und hibbelig, sodass sie nicht mehr ganz in die wunderschöne Umgebung gepasst hat.

Das Storytelling:

Toll! Der Autor arbeitet viel mit runden Panels, was neu und wirklich gut ist, wie ich finde. Außerdem haben viele Panels schöne, detailreiche Rahmen, die man sonst nie so hat.

Der Plot:

Auch die vier Kurzgeschichten sind, für Kurzgeschichtenverhältnisse, sehr gut ausgearbeitet. Natürlich geht alles etwas schneller, aber man hat gute, in sich geschlossene Geschichten, die wirklich gut erdacht sind.
Außerdem regen sie auch über das Ende des Buches hinweg noch zum Nachdenken und Träumen an.

Mein Fazit:

Ruinenmärchen ist eine Sammlung beeindruckender und fantasievoller Geschichten, die ich aber nur Leuten empfehle, die auch gerne mal einen tiefgründigeren Manga lesen. Der Manga ist nichts für zwischendurch, wegen teilweise hohem Textanteil und detailreichen Zeichnungen. Trotzdem einen Blick wert ^^
4 von 5 Lesebrillen.

Donnerstag, 6. März 2014

[Mangarezi] Tokyo summer of the dead von Shiichi Kugura

Info:

Titel: Tokyo summer of the dead
Originaltitel: Tokyo summer of the dead
Autor/Zeichner: Kugura Shiichi
Serie: Tokyo summer of the dead
Band: 1
Genre: Horror, Zombie
Seitenzahl: 162
Verlag: Egmont Manga
Preis: 7,00€
Amazon: http://www.amazon.de/Tokyo-Summer-Dead-Shiichi-Kugura/dp/3770481100/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1394119207&sr=8-1&keywords=tokyo+summer+of+the+dead
Cover:

Die Story:

Es ist ein strahlender Sommer in Tokyo, doch plötzlich bricht die Zombieapokalypse aus. Der Manga verfolgt dabei die Schicksale mehrerer Gruppen. So zum einendas des Studenten Yu Someya und seiner Nachhilfeschülerin, die ihn um Hilfe bittet. Und das einiger Mädchen, die mit ihrer Klasse gerade einen Ausflug nach Tokyo machten, bevor die Seuche ausbrach.

Der Zeichenstil:

Ich finde den Stil sehr schön. Wobei ich gestehen muss, dass er auch nicht besonderes ist, also nichts, was ich nicht unter tausenden wiedererkennen würde.
Allerdings gefällt es mir sehr, dass die Emotionen, wie teilweise oft in dem Genre, nicht zu überspitzt dargestellt werden.

Die Charaktere:

Viel hat man noch nicht ganz über die Charaktere erfahren, außer, dass Yu der typische Nerd zu sein scheint.
Jedoch finde ich, dass gerade die Schulmädchen viel zu überzogen dargestellt sind!

Das Storytelling:

Ich finde die Panelaufteilung teilweise sehr linear, es gibt viele einfache Aufteilungen. Allerdings sind Kampf - und Fluchtszenen dynamisch gestaltet. Hier ist jedoch noch Luft nach oben.
Wobei ich, wenn ich ehrlich bin noch skeptisch bin, was die Überbrückung zwischen den beiden Storysträngen angeht. Ich fand es verwirrend, als man plötzlich ganz andere Protagonisten hat.

Der Plot:

Die Geschichte ist nicht unbedingt neu, allerdings verstehe ich Vergleiche mit High School of the Dead kaum. Klar, man hat auch hier wieder eine Gruppe Schüler, die vor Zombies fliehen, aber allzu extrem ist das Ganze noch nicht. Außerdem ist die Erzählweise eine andere. Auch ist der Endzeitzustand in HOTD viel weiter fortgeschritten und in TSOTD war noch kaum etwas von einer Art dystopischen Zukunft zu spüren (abgesehen von den Zombies). Viel Spannung kommt jedoch nicht auf, da die Handlung vergleichsweise vorhersehbar ist, wozu nicht zuletzt auch die mangelnde Originalität beiträgt.
Außerdem bin ich noch etwas skeptisch, was die Überbrückung zwischen den beiden Storysträngen angeht. Ich fand es verwirrend, als man plötzlich ganz andere Protagonisten hat. Ich hätte es besser gefunden, wenn der Autor sich vorerst auf eine Gruppe beschränkt hätte, die dann evtl. später auf die andere trifft. Man hätte deren Geschichte ja auch in einer Rückblende erzählen können.

Mein Fazit:

TSOTD ist ein gelungenes Debüt mit viel Luft nach oben, dass ich momentan jedoch nur Zombi - Fans empfehlen kann. Es bekommt von mir 3 von 5 Lesebrillen ^^