So, wie versprochen kommen hier Con - Tipps im Anschluss auf meinen Gamescom-Rückblick.
Ich werde schauen, dass ich das ganze etwas aufteile, nach "Anfänger", "Allgemein" und "Cosplayer".
1. Tipps im Allgemeinen
- Macht eine Packliste! Ich bin normalerweise kein Mensch, der alles bis ins kleinste Detail plant, doch eine Packliste mach ich mir, gerade für die Gamescom, immer. Gerade, wenn ich cosplaye brauche ich immer mehr Dinge, als wenn ich normal in den Urlaub fahre. Auch ohne Kostüm gibt es da die ein oder andere Sache, die ich eben nur auf Cons mitnehme.
- Nehmt immer etwas zu trinken und zu Essen mit (Wenn erlaubt)! Das müsste eigentlich selbst erklärend sein. Natürlich müsst ihr hier die Geländeregeln beachaten, wenn selbst mitgebrachte Speisen und Getränke nicht erlaubt sind, dann dürft ihr das natürlich nicht mitnehmen. Ansonsten ist es jedoch sehr empfehlenswert etwas dabei zu haben. Meistens ist es gerade in geschlossene Hallen mit vielen Menschen sehr warm, etwas zu trinken schadet also nicht. Hinzu kommt, dass Lebensmittel auf Veranstaltungsgeländen immer sehr überteuert sind. Da ist es billiger am Abend vorher noch einmal im Aldi vorbeizuschauen und sich eine Flasche Wasser und einen Apfel einzupacken.
- Überlegt vorher genau, was ihr mit auf die Con nehmt! Alles, was ihr einpackt müsst ihr den ganzen Tag mit euch herumschleifen, plus die neuen Dinge, die ihr einkauft! Nehmt keine zu kleine, aber auch keine zu große Tasche mit, die ihr gut Tragen könnt und die euch recht schwer geklaut werden kann.
- Tragt Wertgegenstände immer eng am Körper! So traurig es klingt aber Taschendiebe gibt es überall, wo es große Menschenmassen gibt. Mir wurde Gott sei dank noch nie etwas gestohlen, aber sicher ist sicher.
Gut eignen sich Hosen/Jackentaschen mit Reißverschluss oder eben kleine Brustbeutel. Auch "Geheimfächer" in Handtaschen und Ähnlichem sind okay, da es meist schwerer ist an diese zu kommen. Steckt Geld nie lose in eine (offene Tasche)! Je mehr Verschlüsse und Stoffschichten zwischen dem Dieb und dem Geld ist, desto besser.
Lasst eure Taschen auch nie unbeaufsichtigt irgendwo stehen. Wenn ihr alleine unterwegs seid nehmt sie auch mit aufs Klo, etc.
- Nehmt immer nur eine gewisse Menge Geld mit und behaltet den Überblick über eure Ausgaben! Das mag jetzt selbstverständlich klingen, ist es vielleicht auch. Doch gerade, wenn ihr mehrere Tage weg seid oder danach noch etwas vorhabt ist das besonders wichtig. Denkt daran, ihr wollt auch noch etwas essen/trinken. Schreibt euch am besten auf, wie viel Geld ihr dabei habt und wie viel ihr bereits ausgegeben habt, um den Überblick zu behalten.
Nehmt auch auf die Con selbst allerhöchstens, aller, aller, allerhöchstens 100 Euro mit. Auf vielen Cons könnt ihr, mit Bändchen oder Stempel das Gelände verlassen und wieder zurückkommen (auf der Gamescom leider nicht), das heißt, wenn das Geld knapp wird könnt ihr auch noch einen kurzen Abstecher an den Bankomat machen.
Achtet auch darauf, was ihr wirklich braucht, bzw. macht euch Notizen, wo und wie ihr an etwas kommt, dass ihr wirklich wollt. Teilweise sitzt man dann nämlich mit der Perücke zu einem Cosplay im Zug, das nie entstehen wird und konnte sich dafür etwas anderes nicht mehr leisten.
2. Tipps für Anfänger
- Informiert euch! Es ist ganz einfach, informiert euch über die Con, wo, wann, wie und macht es genau. Das mag jetzt selbstverständlich erscheinen, aber ich habe schon Geschichten gehört (Gott, sei dank nicht erlebt!), dass Leute den Conort nicht gefunden haben oder Ähnliches. Hinzu kommt auch, dass ihr euch, falls ihr minderjährig seid über die Rechtslage informieren solltet. Viele, die ich kenne, mich eingeschlossen sind mit ca. 14 - 16 zum ersten Mal auf eine Con gefahren. Unter 16 dürft ihr nicht ohne einen Erziehungsberechtigten in eine fremde Stadt. Falls ihr bei Verwandten übernachtet, brauchen diese eine Einverständniserklärung eurer Eltern. Und dann wären da noch die rechtlich vorgeschriebenen Ausgangsgrenzen, die, wenn nicht beachtet nicht nur euch, sondern auch den Veranstaltern Probleme bereiten können.
- Bereitet euch vor! Auch das klingt sehr simpel und eigentlich selbstverständlich und schließt gewissermaßen den ersten Stichpunkt mit ein. Erstellt euch eine Packliste mit den Dingen, die ihr braucht, bucht die Zugtickets eventuell schon vor, bucht das Hotel, schaut euch den Weg zur Con vorher auf Google Maps an, usw. Und ähm, setzt euch mit Hotel oder Jugendherberge auseinander -_- Ich wollte mal mit nem Kumpel auf die Con fahren und der Gute war der Meinung, er könne alles selbst planen (dazu muss man sagen, dass er sehr oft mit dem Kopf in den Wolken hängt) und ihm ist am Abend vor Abfahrt aufgefallen: Ach in einer Jugendherberge dürfen sich (minderjährige) Männlein und Weiblein kein Zimmer teilen. Etwas selbstverständliches. Dies resultierte dann darin, dass der gute drei Stunden auf die Betreiber geschimpft hat, während ich ihm versucht habe zu erklären, dass das rechtlich so festgeschrieben ist! Das bringt mich zum nächsten Punkt ...
- Lasst euch helfen! Ich habe ihn gefragt, klappt das, kann man dir helfen? Nein, er kann das, er kann das! Es gibt Leute, die haben sowas schon mal vorher gemacht. Seien es eure Eltern, die bestimmt schon einmal in ihrem Leben ein Hotel gebucht oder ein Zugticket gekauft haben, wenn nicht sogar mit ihren Freunden allein unterwegs waren (vielleicht nicht zu einer Con, aber eben zu anderen Events!), seien es Lehrer, die wissen, wie man einen Schullandheimaufenthalt organisiert, seien es Freund mit denselben Interessen oder seien es erfahrene Congänger. Habt keine Angst euch auch an andere zu wenden. Manchmal braucht ihr z.B, auch einen Volljährigen (vorzugsweise eure Eltern), die das Zimmer buchen.
- Geht online! Meldet euch auf Seiten wie Animexx an. Dort findet ihr nicht nur einen Kalender mit Conterminen, sondern auch Gleichgesinnte und eben erfahrene Congänger. Die Community ist an sich sehr offen, also habt keine Angst mal jemanden anzuschreiben und nach Tipps zu fragen. ihr könnt auch einem Zirkel beitreten, also quasi Interessengruppen auf Mexx, da gibt es genug.
- Geht mit Freunden! Okay, das mag jetzt für die, die sehr ländlich aufwachsen (wie ich) fast unmöglich klingen. "Ich wohne mitten in der Arschritze der Welt, wie zur Hölle soll ich da Leute finden, die sich für Mangas (Comics, Doctor Who, etc) interessieren? Ich wollte doch eigentlich auf die Con um genau solche Leute zu suchen ..."
Das verstehe ich, deswegen verweise ich euch jetzt zum ersten auf den vorhergehenden Punkt und zweitens auf die Freunde, die ihr bereits habt. Ihr werdet erstaunt sein, was ihr alles finden werdet, bzw. was ihr noch nicht über eure Freunde wusstet. Ganz zur Not schlagt ihnen doch einfach vor, zusammen Game of Thrones oder euren Lieblingsanime zu gucken. Vielleicht sind die anderen genauso begeistert, wie ihr! Vielleicht findet ihr aber auch durch Zufall Leute, die eure Interessen teilen, wer weiß.
- Habt keine Angst nachzufragen! Das habe ich oben schon erwähnt, dieser Tipp bezieht sich jedoch nicht nur auf die Vorbereitung sondern auch auf die Con an sich und ist nicht nur an Congänger sondern auch an "Außenstehende" gerichtet. Wenn ihr recht neu seid in der Szene wird euch höchstwahrscheinlich einiges verwundern. Cosplay oder Mode, wie Lolita oder Visual Kei (nicht nur auf Anime - Cons) werden für Außenstehende mehr als nur befremdlich wirken. Gerade die blutigen und die freizügigen Versionen werden das ein oder andere Murmeln auf der Straße hervorrufen (auch in großen Städten mit langer "Conerfahrung", wie Köln). Wenn ihr das lest und keine Ahnung habt, worum es geht, bzw. dann auch "solche Leute" auf der Straße seht und euch wundert, welche Drogen sie genommen haben fürchtet euch nicht hinzugehen und zu fragen, was, wie, wo und warum? Keiner verurteilt euch für eine höflich formulierte, freundliche Frage aus Neugierde. Keiner wird sagen, du bist kein Gamer, weil du nicht weißt, was Cosplay ist oder du nennst dich Otaku obwohl du keinen Plan von Cosplay hast. Okay, wahrscheinlich wird es Leute geben, die das tun, aber das sind Idioten, die gilt es zu ignorieren!
Ich habe Geschichten gehört, dass einige Menschen tatsächlich die Polizei gerufen haben, als sie eine Gruppe Cosplayer im Park sahen, Sie hielten sie für - Achtung! - gemeingefährliche Punks und hatten Angst, dass diese sie angreifen würden! Solche Situationen lassen sich sehr leicht verhindern und am Ende des Tages habt ihr auch noch euren Horizont erweitert!
- Lasst euch nicht unterkriegen! Das gilt wahrscheinlich für so ziemlich alles, was ihr im Leben macht. Ein schlechtes Erlebnis mag abschreckend sein, aber euch könnte so viel entgehen, wenn ihr es wegen einem Schuss in den Ofen kein weiteres Mal probiert!
- Nehmt euch Zeit! Es kommt leider auch vor, dass es Leute gibt, die Angst davor haben auf eine Con zu gehen. Wie in jeder Szene gibt es Deppen, die meinen, sie könnten Richtlinen festsetzen, die regeln, wer sich Nerd, Gamer oder Otaku nennen darf. Das sorgt gerade bei einigen jungen Leuten dafür, dass sie sich nicht trauen auf eine Con zu gehen, weil sie sich nicht dem ganzen Beurteilen, wenn nicht sogar Verurteilen aussetzen wollen! Nehmt euch Zeit, euch auch "psychisch" vorzubereiten, sucht euch eine Con, auf die ihr wollt, geht dort hin und ihr werdet lernen, dass einige eurer Ängste komplett ungerechtfertigt waren!
Versucht auch, wenn ihr euch nicht traut, auf eine kleinere Con zu gehen. Die Stimmung ist oft familiärer und kuscheliger. Es fällt leichter neue Leute kennen zu lernen und Ängste zu überwinden.
3. Tipps für Cosplayer
- Make Up und Reisenähset gehören in die Tasche! Es kann immer irgendwas kaputtgehen, reißen, sich lösen, etc.
- Geheime Taschen ;) Ich habe ja oben bei den allgemeinen Tipps schon erklärt, dass man Wertsachen immer eng am Körper tragen sollte, doch gerade im Kostüm ist das etwas ... kompliziert. Erst mal solltet ihr euch von keinen erzählen lassen, als Cosplayer soll man keine Tasche mitnehmen, das zerstöre die Ausstrahlung des Kostüms oder so ähnlich. Wenn andere das so machen, dann sollen die das, aber wenn ihr eure Flasche dabei haben wollt, dann macht das, außer eurer Kostüm könnte darunter leiden (selbst dann könnt ihr euch noch eine Tasche mit nem Kumpel oder einer Freunding teilen. Versucht die Tasche auf euer Kostüm abzustimmen (Rucksack bei Schuluniform, Uhrentasche bei Alice, etc.),, wenn ihr wollt oder eben ihr näht euch eine Art Strumpfbandtasche, benutzt diese Brustbeutel, die man unter das Kostüm schieben kann (passt eben leider sehr wenig rein), etc.
3.2 (Vor allem) Als Anfänger:
- Nehmt euch nicht zu viel vor! Jeder fängt klein an. Startet mit einem einfachen Kostüm, auf einer kleinen Con. Zu große Projekte sorgen sehr schnell für Frustration, wenn etwas nicht so klappt, wie man sich das vorgenommen hat! Das gilt auch, wenn ihr euer Kostüm kauft und nicht selbst macht. Kostüme sind oftmals teuer, also gebt vorerst nicht zu viel aus, wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr wirklich bei diesem Hobby bleiben wollt!
Lasst euch auch genügend Zeit, versucht also nicht von heute auf morgen (wortwörtlich) eine komplette Rüstung auf die Beine zu stellen, das geht zu fast 100% schief!
- Ganz oder gar nicht! Es gibt inzwischen leider sehr viele Leute, die sich kurz vor der Con ein Stirnband aus Naruto kaufen, oder Lucys Schlüsselbund und dann sagen sie seien "Cosplayer" (ganz überspitzt gesagt)! Deswegen haben Cosplayer aus den eher größeren, bekannteren Fandoms (Naruto, Fairy Tail,One Piece oder Attack on Titan) oder aus Fandoms, die Charaktere mit besonderen, ikonischen und leicht nachzumachenden Accessoires in der Szene inzwischen einen schlechten Ruf, auch, wenn es viele gibt, die sich unglaublich viel Mühe geben. Ich habe kein Problem damit, wenn sich ein Kind auf einer Con ein Stirnband kauft und es gleicht aufzieht mit den Worten "Mama, ich bin Naruto!". Doch ich finde es schade, dass sich besagte Leute oft selbst durch den Dreck ziehen, meistens unbewusst, Ich bin keiner dieser "Extremisten", die sagen, alles muss selbst gemacht sein, usw. Es gibt Leute, die können nicht nähen, haben keine Zeit es zu lernen, etc., doch ein vollständiges Kostüm ist nicht zu viel verlangt oder?
Glaubt mir, ihr macht das Erlebnis so nicht nur für andere, die eigentlich kein Mitsprachrecht haben, sondern auch für euch angenehmer! Man ist stolz auf die eigene Arbeit und man "leidet" nicht unter den andauernden bösen Blicken, die einem von anderen Cosplayern zugeworfen werden.
- Keine Angst vor Fehlern! Das ist ein Tipp, der vor allem an alle geht, die ihr Kostüm selbst nähen. Ich weiß, man muss sich erst ein dickes Fell wachsen lassen. Nicht nur "die Außenwelt" sondern auch einige andere Cosplayer werden auch be- und verurteilen, so traurig das klingt. Es gibt die "Extremisten", die sich selbst für die größten halten und sich selbst eine Art "Goldenes Regelwerk" geschaffen haben, von dem sie denken, dass es von jedem beachtet werden muss. Dabei vergessen sie oft, dass auch sie mal Anfänger waren. Wenn eure Haare die passende Farbe und Länge haben, dann spart euch doch das Geld für die Perücke.
Außerdem ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, weder beim Nähen noch beim Herstellen von Accessoires. Es werden euch Fehler passieren, manchmal fallen sie auf und ihr könnt sie ändern, manchmal nicht. Habt keine Angst auch mit einem Kostüm mit kleinen Fehlern und Unterschieden vom Charakter auf eine Con zu gehen. Es gibt auch reichlich Cosplayer ohne Goldenes Buch, die euch gerne Tipps geben, wenn ihnen irgendwas auffällt oder ihr sie fragt!
- Lasst euch ein dickes, dickes Fell wachsen! Wie ihr euch sicher vorstellen könnt gibt es nicht nur die selbsternannten "Cosplay - Götter" sondern auch noch die "echte" Bevölkerung. Und die stellt teilweise auch das ein oder andere Problem dar. Von bösen Blicken, über dämliche Sprüche (Halloween ist erst im Dezember) bis zu (sehr selten) physischer Belästigung ist hier leider alles dabei. Gerade als Anfänger wird man oft die stechenden Blicke auf sich spüren und man neigt dazu, das ganze übertrieben wahrzunehmen. Was dagegen hilft? In erster Linie eine gewisse Immunität dagegen zu entwickeln und die kommt mit der Wiederholung! Was mir geholfen hat, waren Freunde, mit denen ich im Zug oder der U-Bah saß, bzw. alles mögliche, was ablenkt. Wenn ihr jemanden habt. mit dem ihr reden könnt oder der sogar selbst im Kostüm neben euch sitzt, bzw. ein gutes Buch in der Hand habt lenkt das ab und hilft euch die Umgebung nicht mehr zu extrem wahrzunehmen.
Legt euch im Falle der Beleidigung eine sarkastische und schlagfertige Antwort aus oder ignoriert die entsprechende Person, sucht in keinem Fall den Konflikt!
Sollte euch tatsächlich jemand physisch angreifen, versucht den Ort zu verlassen oder euch Hilfe zu besorgen im schlimmsten Fall auch die Polizei! Ich bin glücklicherweise noch nie in eine solche Situation geraten und wünsche es auch keinem!
Habt Spaß an dem, was ihr macht und lasst euch den von keinem Verderben!
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Sonntag, 26. Oktober 2014
Samstag, 11. Oktober 2014
[Offtopic] Gamescom - Rückblick; Teil 3: Bilder und Impressionen
Hier kommt auch schon der dritte Teil meines Gamescom - Rückblicks mit den Bildern. Bitte nicht wundern aber einige davon sind mit dem Handy geschossen, andere mit dem Foto. Das hat ganz einfach den Grund, dass ich mal eher an das mal eher an das andere gekommen bin und mir demnach immer jeweils das geschnappt habe, an das ich schneller drankam. Außerdem konnte ich so einige der Fotos gleich an Freunde und Familie weiterschicken, bzw. gleich hochladen ^^
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Mein Cosplay: Alice Lidell aus den Spielen von American McGee. Selbstgenäht mit Mami in den zwei Wochen vor der Con. Den Schädel hab ich leider auf dem Bahnsteig verloren :( |
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| Dirndl im C&A in Köln. Für eine kleine Fränkin wie mich einfach tierisch lustig. Der Gag an der Sache: Die warn weder schlecht gemacht noch sahen sie unglaublich hässlich aus! Teilweise waren die sogar noch hübscher als die bei uns in den Läden! |
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| Am Stand von Woolfe stand dieser nette Typ herum ;) Einer der Gegner im Spiel. |
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| Dar riesige Standposter zu Woolfe. |
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| Zwei Bilder des Sunset Overdrivestandes. Im inneren musste ich leider, leider die Kamera ausmachen. |
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| Kein Kölntrip ohne Dom ... |
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| Ja, der is da hochgeklettert. Das war an einem der Verkaufsstände (weswegen ich glaube, dass der dazugehörte) und ich hab mich noch gewundert, warum alle die Decke fotografieren :P |
Dienstag, 26. August 2014
[Offtopic] Gamescom - Rückblick; Teil 1.2: Messetag Samstag: Cosplay, Angezockt und warum ich Indie - Spiele liebe und Fangirls hasse; Stadttour Köln
Ich begrüße euch recht herzlich zurück zu Teil 1.2 meines Köln - Rückblicks.
Heuter erzähle ich euch von meinem zweiten Messetag, dem Samstag.
Wie schon zuvor sind wir normal von unserer Ferienwohnung mit dem Zug an den Hauptbahnhof gefahren (wo ich erst mal zwei Touristen in die falsche Richtung geschickt habe) und von dort an die Messe. Nur heute war ich im Cosplay unterwegs! Für alle, die nicht wissen, worum es geht, kommt hier die Erklärung: Das Wort Cosplay ist ein Misch aus den englischen Wörtern costume und play, also Kostümspiel. Der Trend kommt eigentlich aus Japan und es geht darum, einen Charakter aus einem Buch, Manga, Comic, Film, Videospiel, etc. möglichst originalgetreu nachzustellen. In Japan hat sich inzwischen ein riesiger Markt entwickelt für Kostüme, Perücken, Make Up, usw, der auch in Amerika immer mehr Wurzeln schlägt. Da es in Deutschland jedoch eher schwer ist an vollständige Outfits zu kommen, wird in der Szene viel selbstgemacht. So hab auch ich mein Kostüm mit der Hilfe meiner Mami selbst genäht und meine Props (also das Zubehör) gebastelt. Wer ich war? American McGees Alice! Und das schönste: ich wurde tatsächlich mehrmals erkannt und fotografiert ^^
Und dass, obwohl ich wahrlich nicht die Einzige war. Wirklich es waren verdammt viele Alices unterwegs in allen möglichen Ausführungen. Was noch? Mindestens doppelt so viele Deadpools, ein Iron Man, ein Batman, viele Harleys, der ein der andere Joker, Maids mit Katzenohren, usw ... Nur Stan Lee war nicht da.
Gerade die, die ein T-Shirt für ein Cosplay halten finde ich immer etwas schade, ebenso wie die, die meinen ein Mantel oder Ninja - Stirband reichen. Ich finde nicht, dass wir sie deswegen ausschließen sollten, immerhin war jeder mal in seiner Cosplay/ Manga/ Game/ Was auch immer - Anfangsphase und ich muss selber gestehen, dass Alice das erste Kostüm war, wo ich wirklich alles selbstgemacht habe (bis auf Strumphose, Schuhe, Perücke, versteht sich). Ich finde es schade, dass es so viele halbe Cosplays gibt, weil es immer aussieht, als hätte man sich keine Mühe gegeben. Ich meine, das muss nicht immer der Fall sein, vielleicht kam die Wig auch einfach zu spät an oder die Zeit wurde knapp oder man kann einfach nicht nähen ... Doch ihr rückt euch und einen Teil der Szene damit immer in ein seltsames Licht ... Ich bin jemand, der oft sagt "Ganz oder Gar nicht", "Was ich anfange,bringe ich zuende", kann sein, dass das auch noch mit rein spielt, aber ich finde, wenn ihr kein vollständiges Kostüm habt, solltet ihr in zivil gehen ... Das Erlebnis ist schöner und größer, wenn ihr alles habt (und evtl. einiges selbstgemacht habt), ihr seid stolz auf euch und werdet öfter angesprochen, und nicht schief angeschaut.
Ich weiß, dass der Cosplay - Trend gerade für Außenstehende, die den Post hier lesen, oder schon einmal Cosplayer auf der Straße gesehen haben, bzw. gerade auf Google - Bildersuche unterwegs sind sehr befremdlich wirken kann (freundlich ausgedrückt) und den ein oder anderen wohl an "The Big Bang Theory" erinnern mag. Wer also irgendwelche Fragen hat, der kann mich ja gerne anschreiben oder mal auf animexx.de (eine deutsche Community für Manga - und Animefans) vorbeischauen ^^ Ich komme auch in meinem letzen Teil zu Köln, den Messetipps noch einmal darauf zurück und kann auch mal einen Post zu dem Thema machen.
Ich komme mir immer etwas seltsam vor, wenn ich im Kostüm im Zug sitze, genauso kam ich mir am Freitag jedoch ohne Kostüm vor ... Schwer zu beschreiben. Je näher man jedoch der Messe kommt und je mehr Cosplayer man sieht, desto wohler fühlt man sich. Zumindest geht es mir so. Eine Con/Messe ist immer eine Art "Mikrokosmos", aber auch dazu später mehr.
An der Haltestelle hab ich jedoch den ersten Tiefschlag erlebt ... Mein Totenkopf, mein wundervoller Alice - Totenkopf war weg! Hätte ich ihn gefunden, wäre ich auf der Messe ins Cosplay - Village gerannt (A - Knopf gedrückt) und hätte ihn reparieren lassen, aber er war weg! Liebe Leute im Zug: ich weiß es ist eng, ihr wollt alle die ersten auf der Messe sein, aber bitte passt doch auf die Cosplayer auf! In Props und Accessoires stecken Arbeit und es ist recht bescheiden, wenn all diese Arbeit aufgrund eurer Ungeduld und eurem Schubsen flöten geht. Dankeschön.
Diesmal waren wir schlauer und haben einen Treffpunkt und eine Zeit ausgemacht, als wir uns trennten und haben dann die Messe auf eigene Faust erkundet.
Ich habe mich also erst einmal auf die Jagd begeben zwischen all den Verkaufsständen voller überteuertem Marketing, dass man trotzdem haben muss. Nerdin' ain't easy! Doch ich hatte eine Mission: Meine Schwester hat in einer Woche Geburtstag, was bedeutet, dass ich erst ihr Geschenk besorge und dann mein restliches Geldaus dem Fenster werfe für lebenswichtige Dinge ausgebe. Was ich gekauft habe, verrate ich aber noch nicht :P
Nachdem die Shoppingsache abgehakt war ging es für mich ans Anzocken! Letztes Jahr waren wir ja nur einen Tag auf der Messe, weswegen wir uns zu nichts angestellt haben, da es sich einfach nicht gelohnt hätte.
Angefangen habe ich jedoch in der Indie - Area. Indiegames sind cool, ganz ehrlich. Als Independent - Developer hat man die Chance fast alle Ideen genau so auszuleben, wie man möchte, da man keinen geldsüchtigen Konzern hinter sich hat, der jedes halbe Jahr ein Spiel raushauen möchte. Natürlich hat man auch weniger Budget, aber inzwischen gibt es Kickstarte und co! Somit bringen die Indie - Spiele immer wieder interessante neue Ideen und wunderschöne Zeichenstile zum Vorschein! Grandioser Seiteneffekt: Da die meisten das Obenstehende noch nicht so wirklich kapiert haben, sind die Schlangen auch um einiges kürzer :P
1. Renowned Explorers - International Society
Ein Spiel von den Indie - Entwicklern Abbey Games. An diesen Stand hat mich der einzigartige Stil des Spiels gelockt, der mich ein bisschen an die guten alten Point - and - Clicks erinnerte mit denen ich auch heute noch gerne meine Zeitverschwende verbringe. Weit gefehlt. Kein Point - and - Click.
In dem Spiel leitet man eine Abenteurergruppe und versucht an spezielle Artefakte zu kommen, die man dann entweder verkauft um reich zu werden oder auf der Weltausstellung verkauft, um berühmt zu werden. Auf dem Weg wirbt man Abenteurer mit verschiedenen Spezialfähigkeiten an, die eben auch im Kampf wichtig sein werden. Die Maps regenerieren sich nach jedem neuen Spiel, das man startet neu, somit ist das Spielerlebnis immer etwas anders. In der Demo konnte ich einige Wahlen treffen, sowie das Kampfsystem ausprobieren ... Nicht meins. Man kämpft in Runden, wie in klassischen RPGs und das ist so gar nicht meins. Das Spiel hat mich irgendwie enttäuscht, auch wenn die Rahmenbedingungen eigentlich gut waren. Ich komme nur mit solchen Kämpfen nicht klar ... Wer sich dafür interessiert, der kann gerne auf der Seite der Entwickler vorbeischauen.
2. Tri
Ein ziemlich cooles Puzzlespiel von Rat King published unter Rising Star Games.
Ich mag es, wenn ich beim Zocken auch mal meine grauen Zellen anstrengen muss ... meistens. Ich mag erfrischende Zeichenstile. Ich mag verrückte Welten. Ich mag interessante Geschichten. Ich mag Tri.
Der Spieler taucht ein in die Welt der Seltsamen Götter um das Rätsel um den Fuchsgott zu lösen. Das einzige Hilfsmittel hierbei ist das Tri, welches es ermöglicht dreieckige Plattformen zu erschaffen, auf denen man entweder an höher gelegene Orte kommt oder Licht reflektieren kann, um so Rätsel zu lösen.
Ich liebe es. Das Spiel hat mich förmlich in seinen Bann gezogen, sodass der Entwickler mich von meinem Platz verscheuchen musste, dass auch andere zocken können.
Das einzige, was mich gestört hat, war, dass sich das Spiel nur mit der tastatur, also W,A,S,D steuern lässt. Ich bin ein Controller - Mensch! Aber gut, bei Tri kann ich da auch eine Ausnahme machen ;)
Ich lege euch das Puzzlespiel wirklich ans Herz!
3. Woolfe - The Red Hood Diaries
Mein Highlight der Gamescom 2014!
Wenn ich ein Spiel spiele achte ich auf Story, wie auf die Umgebung und das Charakterdesign, da ich selbst schreibe und zeichne, wenn auch nicht professionell. Und dieses Spiel ist so schöööön!
Als rachsüchtiges Rotkäppchen macht man sich in diesem märchenhaften Spiel von GRIN auf, die eigene Geschichte neu zu schreiben. Das Spiel orientiert sich hierbei an eher sehr alten, gruseligen Versionen der Märchen.
Der Vater der jungen Heldin starb angeblich in einem Arbeitsunfall bei Woolfe Industries, so die Geschichte, die die Familie kennt. Doch Red Riding Hood ist bereit, die Wahrheit zu entdecken und den eisernen Griff von B. B. Woolfe, dem Firmengründer, in dem sich die Stadt befindet zu lockern.
Auch wenn die Demo sehr kurz war, haben mich der wundervolle Stil, die Geschichte (auch, wenn kaum enthüllt) und die verdammt coole Protagonistin sofort in ihren Bann! gezogen. Wer zum Beispiel die Alice - Spiele kennt, der wird sich hier sofort zuhause fühlen.
Apropos: Als ich in meinem Cosplay vor dem Stand stand kam der Gründer von GRIN persönlic mit einem Poster auf mich zu, das er mir mit den Worten: "Becaus we love Alice" überreichte. Ich war so glücklich in dem Moment! Ich würde gerne Red Hood auf der nächsten Gamescom machen, aber ich glaube meine Nähkünste sind nicht so gut ... Mal sehen, mal sehen.
Noch eine Bitte: Schaut euch das Spiel unbedingt an, seht den Trailer, liked es auf Steam Greenlight und wenn ihr ein zwei Mäuse springen lassen könnt, unterstützt die Leute auf Kickstarter! Es sind nur noch neun Tage bis zum Ende der Aktion und es fehlt nicht mehr viel!
Nach der Indieecke hab ich mich auf die Suche nach meiner Freundin gemacht und mich mit ihr am Bethesdastand getroffen, an dem Gronkh hätte auftauchen sollen. Oder auch nicht. Dieses Mal waren wir beide erfolgreich, sie hatte einige Autogramme, ich war pleite (fast) - toller Messetag. Dann: Dasselbe Spiel wie am Tag zuvor. Aus dem Nichts spawnte (ich bin der Meinung, ich sollte mehr Nerd - jokes einbauen ...) eine Gamescom - Mitarbeiterin und erzählte der Ansammlung vor dem Stand, ihr Youtubestar Drong (jaaa, das hat sie gesagt, lasst mich am Leben) sein am anderen Bethesda -Stand. Der andere Bethesda - Stand? Nicht ganz. Die Gute kannte sich am eigenen Arbeitsplatz nicht aus und bezog sich auf den Zombie - Schminkwagen zu "The Evil Within" im Außenbereich.
Also: Möge das Drängeln beginnen. Ich hab mich also mit ihr angestellt, nur um das Foto zu machen und ich war diejenige, die von ******* Kindern angeblafft wurde! Gut, ich hab mich vorgedrängelt, aber nur durch zwei Leute, um an meine Freundin zu kommen. Seid ihr erstmal zwei Mädels von der Größe eines Tyrion Lannisters umgeben von Leuten, die erst 12 und trotzdem größer als ihr sind (Na gut, ich neige zu Übertreibungen ...)! Freundlich, wie ich bin, hab ich den Guten erklärt, dass ich nur der Mensch mit dem Foto bin! Ernsthaft ich wollte nicht einmal ein Autogramm!
Dann ging es weiter. Schlechter Platz, kann passieren. Hinter uns standen drei Zwölfjährige ... Ich hab eine kleine Schwester, ich komme mit viel klar. Aber drei Stunden vor diesen Mädels, kreischend, kichernd, labernd und an meiner Perücke herumzupfend!
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ... Nicht an Cosplayern rumzöbeln und zupfen! Wenn du irgendwas berühren willst, ein Foto brauchst, oder wissen willst, aus was etwas gemacht ist ... FRAG EINFACH! Das Zeug ist normalerweise, teuer und/oder selbstgemacht, dass heißt, dein Zöbeln kann Dinge kaputtmachen und damit meine ich nicht nur das Kostüm, sondern das ganze Con - Erlebnis. Lass es einfach, bitte.
Ich hab der Guten dann einen bösen Blick zugeworfen, eigentlich hätte ich mir ihre Tasche schnappen und darauf unterschreiben sollen ... Fangirls -_-
Nach drei Stunden in dieser Hölle ist uns etwas aufgefallen ... Was? Die Messe hatte nen Photoservice direkt am Autogrammstand! Warum stand ich also drei Stunden direkt im Fegefeuer? Freundschaft ;) Belassen wir es dabei.
Also hab ich mich durch die Absperrung gequetscht - bevor Alices Verstand komplett verloren ging (ba dum tsss) - nur um mich woanders anzustellen ... Einfach nicht fragen. Ich kann es mir selbst kaum erklären ...
Ich bin an den Xbox - Stand vorbeigeschlendert und habe mich zu Sunset Overdrive eingereiht.
Das Spiel ist ein Shooter mit verdammt coolen Waffen und einem Zeichenstil, ähnlich dem von Borderlands. Ziel in der Demo war es, einige Mutanten davon abzuhalten die Basis anzugreifen. Die Gegner kommen also in Wellen an. Eigentlich nicht so mein Ding, das Spiel besticht allerdings durch, seine Originalität und ich könnte mir tatsächlich vorstellen, die Vollversion zu spielen ... Da gibt es nur ein Problem: Xbox one exclusive! Und bevor ich mir eine Xbox one besorge, friert die Hölle zu. Vielleicht nicht ganz. Ich war schon immer eher der PC - Spieler (einfach, weil ich kein Geld für eine Konsole hab :P) und fände es einfach überspitzt mir wegen einem Spiel eine Konsole zu holen. Abgesehen davon komm ich mit dem Controller - Layout nicht klar und ... noch ein paar andere Dinge. D.h. Sollte ich mir je eine Konsole besorgen wäre das wohl ein Playstation.
Von der Story gab es auch wenig zu sehen, wie gesagt man hatte eine Map, in der man den Multiplayermodus anspielen konnte.
Wer von euch bereits eine Xbox one besitzt, dem kann ich das Spiel doch sehr ans Herzen legen. Mit meiner coolen Kappe lauf ich aber trotzdem rum ;)
Hier gibt' noch den Trailer, für alle, die sich das Spiel ansehen wollen.
Das war's auch schon ziemlich mit Messetag 2. Denn auch meine Freundin hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr auf Anstehen und wir haben uns letztendlich wieder getroffen und sind noch ein bisschen in der Stadt bummeln gegangen.
Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in einem Primark und es war ... ernüchternd bis schrecklich, Wirklich? Hipster - Klamotten, die ihr zum selben Preis im H&M bekommt? Das ist soooo toll? Einmal und nie wieder ...
Irgendwelche letzten Worte?
Angespielt hätte ich gerne "The Evil Within", was aber bei einer Altersfreigabe von 18 und einem Bändchen in blau unerreichbar war, ebenso, wie Bethesdas Shooter "Battlecry", zu dem wir einen Trailer gesehen haben, der echt verdammt gut aussah, aber ... Freigabe ab 18.
Ansonsten ein sehr erfolgreicher, unvergesslicher zweiter Messetag ^^
Bevor ich den Sonntag vergesse: Stadttour Köln ... Na ja. An sich bestimmt eine gute Sache, aber irgendwie recht herzlos gemacht :(
Bis später, wenn ich mich mit Bildern und Beute zurückmelde.
Heuter erzähle ich euch von meinem zweiten Messetag, dem Samstag.
Wie schon zuvor sind wir normal von unserer Ferienwohnung mit dem Zug an den Hauptbahnhof gefahren (wo ich erst mal zwei Touristen in die falsche Richtung geschickt habe) und von dort an die Messe. Nur heute war ich im Cosplay unterwegs! Für alle, die nicht wissen, worum es geht, kommt hier die Erklärung: Das Wort Cosplay ist ein Misch aus den englischen Wörtern costume und play, also Kostümspiel. Der Trend kommt eigentlich aus Japan und es geht darum, einen Charakter aus einem Buch, Manga, Comic, Film, Videospiel, etc. möglichst originalgetreu nachzustellen. In Japan hat sich inzwischen ein riesiger Markt entwickelt für Kostüme, Perücken, Make Up, usw, der auch in Amerika immer mehr Wurzeln schlägt. Da es in Deutschland jedoch eher schwer ist an vollständige Outfits zu kommen, wird in der Szene viel selbstgemacht. So hab auch ich mein Kostüm mit der Hilfe meiner Mami selbst genäht und meine Props (also das Zubehör) gebastelt. Wer ich war? American McGees Alice! Und das schönste: ich wurde tatsächlich mehrmals erkannt und fotografiert ^^
Und dass, obwohl ich wahrlich nicht die Einzige war. Wirklich es waren verdammt viele Alices unterwegs in allen möglichen Ausführungen. Was noch? Mindestens doppelt so viele Deadpools, ein Iron Man, ein Batman, viele Harleys, der ein der andere Joker, Maids mit Katzenohren, usw ... Nur Stan Lee war nicht da.
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| (Gefunden auf Gotham City Memes auf Facebook) |
Ich weiß, dass der Cosplay - Trend gerade für Außenstehende, die den Post hier lesen, oder schon einmal Cosplayer auf der Straße gesehen haben, bzw. gerade auf Google - Bildersuche unterwegs sind sehr befremdlich wirken kann (freundlich ausgedrückt) und den ein oder anderen wohl an "The Big Bang Theory" erinnern mag. Wer also irgendwelche Fragen hat, der kann mich ja gerne anschreiben oder mal auf animexx.de (eine deutsche Community für Manga - und Animefans) vorbeischauen ^^ Ich komme auch in meinem letzen Teil zu Köln, den Messetipps noch einmal darauf zurück und kann auch mal einen Post zu dem Thema machen.
Ich komme mir immer etwas seltsam vor, wenn ich im Kostüm im Zug sitze, genauso kam ich mir am Freitag jedoch ohne Kostüm vor ... Schwer zu beschreiben. Je näher man jedoch der Messe kommt und je mehr Cosplayer man sieht, desto wohler fühlt man sich. Zumindest geht es mir so. Eine Con/Messe ist immer eine Art "Mikrokosmos", aber auch dazu später mehr.
An der Haltestelle hab ich jedoch den ersten Tiefschlag erlebt ... Mein Totenkopf, mein wundervoller Alice - Totenkopf war weg! Hätte ich ihn gefunden, wäre ich auf der Messe ins Cosplay - Village gerannt (A - Knopf gedrückt) und hätte ihn reparieren lassen, aber er war weg! Liebe Leute im Zug: ich weiß es ist eng, ihr wollt alle die ersten auf der Messe sein, aber bitte passt doch auf die Cosplayer auf! In Props und Accessoires stecken Arbeit und es ist recht bescheiden, wenn all diese Arbeit aufgrund eurer Ungeduld und eurem Schubsen flöten geht. Dankeschön.
Diesmal waren wir schlauer und haben einen Treffpunkt und eine Zeit ausgemacht, als wir uns trennten und haben dann die Messe auf eigene Faust erkundet.
Ich habe mich also erst einmal auf die Jagd begeben zwischen all den Verkaufsständen voller überteuertem Marketing, dass man trotzdem haben muss. Nerdin' ain't easy! Doch ich hatte eine Mission: Meine Schwester hat in einer Woche Geburtstag, was bedeutet, dass ich erst ihr Geschenk besorge und dann mein restliches Geld
Nachdem die Shoppingsache abgehakt war ging es für mich ans Anzocken! Letztes Jahr waren wir ja nur einen Tag auf der Messe, weswegen wir uns zu nichts angestellt haben, da es sich einfach nicht gelohnt hätte.
Angefangen habe ich jedoch in der Indie - Area. Indiegames sind cool, ganz ehrlich. Als Independent - Developer hat man die Chance fast alle Ideen genau so auszuleben, wie man möchte, da man keinen geldsüchtigen Konzern hinter sich hat, der jedes halbe Jahr ein Spiel raushauen möchte. Natürlich hat man auch weniger Budget, aber inzwischen gibt es Kickstarte und co! Somit bringen die Indie - Spiele immer wieder interessante neue Ideen und wunderschöne Zeichenstile zum Vorschein! Grandioser Seiteneffekt: Da die meisten das Obenstehende noch nicht so wirklich kapiert haben, sind die Schlangen auch um einiges kürzer :P
1. Renowned Explorers - International Society
Ein Spiel von den Indie - Entwicklern Abbey Games. An diesen Stand hat mich der einzigartige Stil des Spiels gelockt, der mich ein bisschen an die guten alten Point - and - Clicks erinnerte mit denen ich auch heute noch gerne meine Zeit
In dem Spiel leitet man eine Abenteurergruppe und versucht an spezielle Artefakte zu kommen, die man dann entweder verkauft um reich zu werden oder auf der Weltausstellung verkauft, um berühmt zu werden. Auf dem Weg wirbt man Abenteurer mit verschiedenen Spezialfähigkeiten an, die eben auch im Kampf wichtig sein werden. Die Maps regenerieren sich nach jedem neuen Spiel, das man startet neu, somit ist das Spielerlebnis immer etwas anders. In der Demo konnte ich einige Wahlen treffen, sowie das Kampfsystem ausprobieren ... Nicht meins. Man kämpft in Runden, wie in klassischen RPGs und das ist so gar nicht meins. Das Spiel hat mich irgendwie enttäuscht, auch wenn die Rahmenbedingungen eigentlich gut waren. Ich komme nur mit solchen Kämpfen nicht klar ... Wer sich dafür interessiert, der kann gerne auf der Seite der Entwickler vorbeischauen.
2. Tri
Ein ziemlich cooles Puzzlespiel von Rat King published unter Rising Star Games.
Ich mag es, wenn ich beim Zocken auch mal meine grauen Zellen anstrengen muss ... meistens. Ich mag erfrischende Zeichenstile. Ich mag verrückte Welten. Ich mag interessante Geschichten. Ich mag Tri.
Der Spieler taucht ein in die Welt der Seltsamen Götter um das Rätsel um den Fuchsgott zu lösen. Das einzige Hilfsmittel hierbei ist das Tri, welches es ermöglicht dreieckige Plattformen zu erschaffen, auf denen man entweder an höher gelegene Orte kommt oder Licht reflektieren kann, um so Rätsel zu lösen.
Ich liebe es. Das Spiel hat mich förmlich in seinen Bann gezogen, sodass der Entwickler mich von meinem Platz verscheuchen musste, dass auch andere zocken können.
Das einzige, was mich gestört hat, war, dass sich das Spiel nur mit der tastatur, also W,A,S,D steuern lässt. Ich bin ein Controller - Mensch! Aber gut, bei Tri kann ich da auch eine Ausnahme machen ;)
Ich lege euch das Puzzlespiel wirklich ans Herz!
3. Woolfe - The Red Hood Diaries
Mein Highlight der Gamescom 2014!
Wenn ich ein Spiel spiele achte ich auf Story, wie auf die Umgebung und das Charakterdesign, da ich selbst schreibe und zeichne, wenn auch nicht professionell. Und dieses Spiel ist so schöööön!
Als rachsüchtiges Rotkäppchen macht man sich in diesem märchenhaften Spiel von GRIN auf, die eigene Geschichte neu zu schreiben. Das Spiel orientiert sich hierbei an eher sehr alten, gruseligen Versionen der Märchen.
Der Vater der jungen Heldin starb angeblich in einem Arbeitsunfall bei Woolfe Industries, so die Geschichte, die die Familie kennt. Doch Red Riding Hood ist bereit, die Wahrheit zu entdecken und den eisernen Griff von B. B. Woolfe, dem Firmengründer, in dem sich die Stadt befindet zu lockern.
Auch wenn die Demo sehr kurz war, haben mich der wundervolle Stil, die Geschichte (auch, wenn kaum enthüllt) und die verdammt coole Protagonistin sofort in ihren Bann! gezogen. Wer zum Beispiel die Alice - Spiele kennt, der wird sich hier sofort zuhause fühlen.
Apropos: Als ich in meinem Cosplay vor dem Stand stand kam der Gründer von GRIN persönlic mit einem Poster auf mich zu, das er mir mit den Worten: "Becaus we love Alice" überreichte. Ich war so glücklich in dem Moment! Ich würde gerne Red Hood auf der nächsten Gamescom machen, aber ich glaube meine Nähkünste sind nicht so gut ... Mal sehen, mal sehen.
Noch eine Bitte: Schaut euch das Spiel unbedingt an, seht den Trailer, liked es auf Steam Greenlight und wenn ihr ein zwei Mäuse springen lassen könnt, unterstützt die Leute auf Kickstarter! Es sind nur noch neun Tage bis zum Ende der Aktion und es fehlt nicht mehr viel!
Nach der Indieecke hab ich mich auf die Suche nach meiner Freundin gemacht und mich mit ihr am Bethesdastand getroffen, an dem Gronkh hätte auftauchen sollen. Oder auch nicht. Dieses Mal waren wir beide erfolgreich, sie hatte einige Autogramme, ich war pleite (fast) - toller Messetag. Dann: Dasselbe Spiel wie am Tag zuvor. Aus dem Nichts spawnte (ich bin der Meinung, ich sollte mehr Nerd - jokes einbauen ...) eine Gamescom - Mitarbeiterin und erzählte der Ansammlung vor dem Stand, ihr Youtubestar Drong (jaaa, das hat sie gesagt, lasst mich am Leben) sein am anderen Bethesda -Stand. Der andere Bethesda - Stand? Nicht ganz. Die Gute kannte sich am eigenen Arbeitsplatz nicht aus und bezog sich auf den Zombie - Schminkwagen zu "The Evil Within" im Außenbereich.
Also: Möge das Drängeln beginnen. Ich hab mich also mit ihr angestellt, nur um das Foto zu machen und ich war diejenige, die von ******* Kindern angeblafft wurde! Gut, ich hab mich vorgedrängelt, aber nur durch zwei Leute, um an meine Freundin zu kommen. Seid ihr erstmal zwei Mädels von der Größe eines Tyrion Lannisters umgeben von Leuten, die erst 12 und trotzdem größer als ihr sind (Na gut, ich neige zu Übertreibungen ...)! Freundlich, wie ich bin, hab ich den Guten erklärt, dass ich nur der Mensch mit dem Foto bin! Ernsthaft ich wollte nicht einmal ein Autogramm!
Dann ging es weiter. Schlechter Platz, kann passieren. Hinter uns standen drei Zwölfjährige ... Ich hab eine kleine Schwester, ich komme mit viel klar. Aber drei Stunden vor diesen Mädels, kreischend, kichernd, labernd und an meiner Perücke herumzupfend!
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ... Nicht an Cosplayern rumzöbeln und zupfen! Wenn du irgendwas berühren willst, ein Foto brauchst, oder wissen willst, aus was etwas gemacht ist ... FRAG EINFACH! Das Zeug ist normalerweise, teuer und/oder selbstgemacht, dass heißt, dein Zöbeln kann Dinge kaputtmachen und damit meine ich nicht nur das Kostüm, sondern das ganze Con - Erlebnis. Lass es einfach, bitte.
Ich hab der Guten dann einen bösen Blick zugeworfen, eigentlich hätte ich mir ihre Tasche schnappen und darauf unterschreiben sollen ... Fangirls -_-
Nach drei Stunden in dieser Hölle ist uns etwas aufgefallen ... Was? Die Messe hatte nen Photoservice direkt am Autogrammstand! Warum stand ich also drei Stunden direkt im Fegefeuer? Freundschaft ;) Belassen wir es dabei.
Also hab ich mich durch die Absperrung gequetscht - bevor Alices Verstand komplett verloren ging (ba dum tsss) - nur um mich woanders anzustellen ... Einfach nicht fragen. Ich kann es mir selbst kaum erklären ...
Ich bin an den Xbox - Stand vorbeigeschlendert und habe mich zu Sunset Overdrive eingereiht.
Das Spiel ist ein Shooter mit verdammt coolen Waffen und einem Zeichenstil, ähnlich dem von Borderlands. Ziel in der Demo war es, einige Mutanten davon abzuhalten die Basis anzugreifen. Die Gegner kommen also in Wellen an. Eigentlich nicht so mein Ding, das Spiel besticht allerdings durch, seine Originalität und ich könnte mir tatsächlich vorstellen, die Vollversion zu spielen ... Da gibt es nur ein Problem: Xbox one exclusive! Und bevor ich mir eine Xbox one besorge, friert die Hölle zu. Vielleicht nicht ganz. Ich war schon immer eher der PC - Spieler (einfach, weil ich kein Geld für eine Konsole hab :P) und fände es einfach überspitzt mir wegen einem Spiel eine Konsole zu holen. Abgesehen davon komm ich mit dem Controller - Layout nicht klar und ... noch ein paar andere Dinge. D.h. Sollte ich mir je eine Konsole besorgen wäre das wohl ein Playstation.
Von der Story gab es auch wenig zu sehen, wie gesagt man hatte eine Map, in der man den Multiplayermodus anspielen konnte.
Wer von euch bereits eine Xbox one besitzt, dem kann ich das Spiel doch sehr ans Herzen legen. Mit meiner coolen Kappe lauf ich aber trotzdem rum ;)
Hier gibt' noch den Trailer, für alle, die sich das Spiel ansehen wollen.
Das war's auch schon ziemlich mit Messetag 2. Denn auch meine Freundin hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr auf Anstehen und wir haben uns letztendlich wieder getroffen und sind noch ein bisschen in der Stadt bummeln gegangen.
Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in einem Primark und es war ... ernüchternd bis schrecklich, Wirklich? Hipster - Klamotten, die ihr zum selben Preis im H&M bekommt? Das ist soooo toll? Einmal und nie wieder ...
Irgendwelche letzten Worte?
Angespielt hätte ich gerne "The Evil Within", was aber bei einer Altersfreigabe von 18 und einem Bändchen in blau unerreichbar war, ebenso, wie Bethesdas Shooter "Battlecry", zu dem wir einen Trailer gesehen haben, der echt verdammt gut aussah, aber ... Freigabe ab 18.
Ansonsten ein sehr erfolgreicher, unvergesslicher zweiter Messetag ^^
Bevor ich den Sonntag vergesse: Stadttour Köln ... Na ja. An sich bestimmt eine gute Sache, aber irgendwie recht herzlos gemacht :(
Bis später, wenn ich mich mit Bildern und Beute zurückmelde.
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