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Dienstag, 13. Mai 2014

[Buchrezi] Das Lied von Eis und Feuer, Band 1 - Die Herren von Winterfell; George R. R. Martin

Info:

Titel: Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell
Originaltitel: A game of thrones (Einzeltitel entfällt, da die Bücher auf English anders veröffentlicht werden)
Autor: George Raymond Richard Martin (http://www.georgerrmartin.com/ )
Reihe; Band: Das Lied von Eis und Feuer; Band 1: Die Herren von Winterfell
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 576
Erschienen: 1997 Bantam
Deutscher Verlag: Blanvalet
Preis: 15, 00 €
Amazon: http://www.amazon.de/Das-Lied-von-Eis-Feuer/dp/3442267749/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1399996240&sr=8-1&keywords=die+herren+von+winterfell
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Lord Eddard Stark von Winterfell und seine Familie führen ein recht friedliches Leben im hohen Norden von Westeros. Doch all das soll nicht lange dauern, denn Der Winter Naht, wie es die Nordländer schon lange auf ihrem Schild stehen haben. Und mit dem Winter kommen immer Probleme: In diesem Fall Eddards alter Freund und jetziger König Robert Baratheon, der ihn als seine Rechte Hand mit in den Süden nehmen will. Doch was passierte mit seinem Vorgänger? Und was plant die intrigante Königin? Was wird aus Winterfell? Viele Fragen und Heuchler erwarten den Lord am Königshof. Und auch für seine vielköpfige Familie wird es haarig.

Der Autor:

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren.
Bereits in jungen Jahren begann er zu schreiben, verkaufte diese Geschichten damals nur an Nachbarskinder oder veröffentlichte in Fanzines (fan magazines).
1970 schloss er sein Journalismusstudium mit summa cum laude ab und veröffentlichte seine erste Kurzgeschichte wirklich komerziell.
Durch seine einfallsreichen und originellen Kurzgeschichten machte er sich in der SciFi - Szene recht schnell einen Namen und gewann auch bald einen Hugo Award.
http://www.georgerrmartin.com/

Der Schreibstil:

Ich finde man merkt, das das Buch "schon etwas älter ist". Denn oft sind Dinge, die in jüngeren Büchern einfach dastehen - direkt - kunstvoll umschrieben. Am Anfang war das für mich etwas gewöhnungsbedürftig und ungewöhnlich, macht aber, jetzt im Nachhinein betrachtet viel vom Charme und der Atmosphäre des Buches aus.

Die Charaktere:

Martin baut seine Geschichte um verschiedene ausgewählte Charaktere auf, die man alle sehr gut kennen und lieben (bzw. hassen) lernt. Dabei wechselt der Autor auch etwas im Stil, wenn er also aus der Sicht einer von Eddards Töchtern schreibt, schreibt er kindlicher und Vater, statt Lord Stark, was die Atmosphäre zusätzlich verstärkt.
Auch das "Charakterdesign" selbst ist abwechslungsreich und einzigartig! Man hat Personen, die sonst in keinem Buch so dargestellt werden würden.

Der Plot:

Wie schon oben erwähnt folgt man in dem Buch mehreren Charakteren und damit auch mehreren Storylines. Diese kreuzen sich und laufen teilweise zusammen, werden aber durch die Anzahl an Charakteren auch von verschiedenen Seiten beleuchtet, was mir sehr gut gefällt. Obwohl man nicht immer alles erfährt, viel im Verborgenen bleibt, bzw. dem Charakter vorbehalten und dem Leser enthalten wird, verwirrt hier nichts. Man wird dazu angeregt selbst mitzudenken und sich quasi selbst an den Intrigen um den Eisernen Thron zu beteiligen.

Mein Fazit:

Der erste Band der Game of Thrones - Reihe bekommt von mir 4, 5 von 5 Lesebrillen! Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, allerdings ist es am besten, wenn ihr wirklich Zeit dafür habt (Ferien, Urlaub), nicht nur wegen der hohen Seitenzahl, sondern auch wegen der hintergründigen Story, die zum Mitdenken anregt.

Mittwoch, 7. Mai 2014

[Buchrezi] Das geheime Vermächtnis des PAN von Sandra Regnier

Info:

Titel: Das geheime Vermächtnis des PAN
Autorin: Sandra Regnier ( http://www.sandra-regnier.com/)
Reihe; Band: PAN - Reihe; Band 1
Genre: Fantasy; Urban Fantasy
Seitenzahl: 414
Erschienen: Dezember 2013; Carlsen Verlag
Preis: 8,99€
Amazon: http://www.amazon.de/Die-Pan-Trilogie-Band-geheime-Verm%C3%A4chtnis/dp/3551313806/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1399475705&sr=8-2&keywords=das+verm%C3%A4chtnis+des+pan
Cover:

Die Story:

Felicity ist weder hübsch, noch klug (zumindest denkt sie das von sich selbst) und trotzdem scheint sich der neue, gutaussehende Lee nur für sie zu interessieren. Obwohl sie ihn abweisend behandelt, wird er immer aufdringlicher. Und schon bald soll sich für Felicity herausstellen, dass er mehr ist, als der typische Schulschönling, denn um ihn herum passieren seltsame Dinge: Bilder bewegen sich, berühmte Schauspieler gehen mit Felicity aus und heilen kann er anscheinend auch. Felicity versucht immer weiter an sein Geheimnis zu kommen und entdeckt dabei wohl mehr, als ihr lieb ist.

Die Autorin:

Sandra Regnier wurde in der Vulkaneifel geboren, wo sie auch heute noch lebt. Sie hat eine Beamtenausbildung hinter sich und arbeitet heute in einer Schulbibliothek, hat eine eigene kleine Werkstadt und verdient Geld mit dem Schreiben.
Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.
http://www.sandra-regnier.com/

Der Schreibstil:

Nicht die Höhe, aber wohl noch das Beste am ganzen Buch. Interessant finde ich, dass mein eine kleine Steigerung und Verbesserung im Laufe des Buches feststellen kann.

Die Charaktere:

Für die Charaktere gilt leider etwas, das ich bei der Story ebenfalls anzumerken habe. Sie sind komplett lächerlich! Es fängt damit an, dass sie komplett auf Klisches aufgebaut sind, was eineige Autoren ja durchaus auch gut machen, doch hier wirkt es einfach zu flach und teils auch wiedersprüchlich!
Felicity ist einfach nur übelst unsicher, gibt aber zu allem einen sarkastischen Kommentar ab.
Und Lee schießt den Vogel eiskalt ab: Denn bei ihm hat sich die gute Autorin doch etwas zu viel aus Twilight abgeguckt (nein, gottseidank glitzern jetzt nicht auch noch "Elfen"). Dann kann er noch extrem viel, das Elfen eigentlich nicht können. Es tut mir ja rechtherzlich leid, aber wenn wetwas bereits einen Namen hat dann sollte ich den nicht einfach für etwas anderes benutzen. Eine Elfe ist ein mythologisches Wesen und somit auch folkloristisch deffiniert, sie ist wie ein Charaktere und diese nicht beizubehalten ist normalerweise ein Anzeichen für eher weniger gute Fanfiktions. Und als er Felicity dann auch noch erklärt, er sein so magisch und sein Haar "sexy" zurückstreicht, wusst ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Es wurde einfach nur noch lächerlich (Es tut mir leid, ich bin gerade etwas im Rage - Mode ;))
Irgendwie war das auch traurig, da ich mich eigentlich gefreut habe ein Fantasy - Buch zu lesen, das mit "neuen" und unverbrauchten Wesen aufwartet. Deswegen hat es mich auch etwas enttäuscht, als das nach hinten losging :(
Hinzu kommt, dass auch keine wirkliche Charakterentwicklung zu finden ist. Irgendwann wird im Buch ein Schalter umgelegt und alle, die sich vorher gehasst haben sind auf einmal beste Freunde.
Schade, echt.


Der Plot:

War ja so gut wie überhaupt nicht vorhanden! Statt tatsächlich dem roten Faden zu folgen, der auf dem Klappentext bereits skizziert wird, erklärt uns die Autorin nur gefühlte fünf Mal pro Seite, wie toll Lee doch aussieht. Ja, ich hab's begriffen, er ist toll, sie ist scheiße und die Story nicht vorhanden. Wie schön ^^
Hinzu kommen noch einige unwichtige Details aus Felicitys Leben, die hin und wieder eingestreut werden und die Daily Soap zum Lesen ist fertig. Fantasyelemente habe ich größtenteils vermisst (hin und wieder hatte die Protagonistin ein paar zu reale "Visionen").
Alles in allem hat das in mir das Gefühl hervorgerufen, die Autorin hatte keinen Plan, was sie überhaupt schreiben wollte, abgesehen von einer Schmonzette (typisches Schema: Sexiest man alive verliebt sich in hässliches Mauerblümchen), und irgendwann sind ihr dann einfach die Ideen ausgegegangen, oder sie hat sich zu sehr auf den Schmonzetten - Aspekt versteift (evtl. auch beides).
Irgendwann passiert dann doch mal etwas, das zwar nicht vorhersehbar, aber dafür lächerlich erscheint und keinen Sinn ergibt, die Handlung widerspricht sich nämlich einfach nur noch!
Lassen muss man dem Buch jedoch, dass der Ansatz auf den letzten 10 Seiten tatsächlich hätte gut werden können, hätte man sich sofort auf diesen Teil der Story konzentriert.

Mein Fazit:

Ich war von dem Buch kaum begeistert. Etwas mehr "geheimes Vermächtnis" und dafür weniger "Teenager - Lovestory: Mauerblümchen findet Traumtyp" hätte dem Buch nicht schlecht getan. Wenn Fantasy draufsteht würde ich auch gerne Fantasy lesen.
Leider nur 1 von 5 Lesebrillen.

Donnerstag, 27. März 2014

[Buch des Monats] März 2014: Der unsterbliche Alchemyst

Sooooo ... Nachdem die Aktion leider etwas untergegangen ist (Ich bin auch nur ein Mensch), geht es jetzt weiter: Heute stelle ich euch mal wieder einen Band stellvertretend für eine Reihe vor!

Info:

Titel: Der unsterbliche Alchemyst
Originaltitel: The secrets of the immortal Nicholas Flamel - The Alchemyst
Autor: Michaels Scott
Reihe; Band: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel; 1
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 413
Erschienen: 2007; Random House Verlag
Deutscher Verlag: cbj (2008)
Preis: 8, 95€ (Taschenbuch)
Amazon: http://www.amazon.de/Die-Geheimnisse-Nicholas-Flamel-unsterbliche/dp/357040000X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395940678&sr=1-1&keywords=der+unsterbliche+alchemyst
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Mitten am helllichten Tag wird in die Buchhandlung des Nick Flemming eingebrochen und die Zwillinge Josh und Sophie sind mittendrin. Doch die Einbrecher benutzen keine normalen Methoden, nein sie bedienen sich der Magie und sind auf der Suche nach einem ganz bestimmten Buch. In diesem ist Nick, alias Nicholas' Geheimnis des ewigen Lebens verzeichnet - Doch ohne das Buch vergeht jenes ganz schnell!
Für die Zwillinge hält der Alchemist doch noch eine weitere Überraschung bereit: Sie sind Teil einer uralten Prophezeihung, die das Ende der Welt vorhersagen soll!

Der Autor:

Michael Scott wurde 1959 in Dublin, Irland, geboren, wo er noch heute lebt und schreibt.
Er ist Experte auf dem Gebit der irischen Mythologie, weswegen es keinen wundert, dass sein erstes Buch nur irische Sagen enthielt (1883). Seitdem hat er über hundert Bücher, Kurzgeschichten und Drehbücher verfasst, sowohl für Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene. Dabei schreibt er auch unter den Pseudonymen Anna Dillon  und Mike Scott.
1991 war er sogar Stadtschreiber der Stadt Dublin, die damals auch die Kulturstadt Europas war.
Internetseite: http://www.dillonscott.com/

Der Schreibstil:

Michael Scott schreibt bildlich, gut verständlich und spannend und ist deswegen auch etwas für "Gelegenheitleser".
Auch ein gewisser Humor und spritzige Dialoge erwarten den Leser bei diesem Buch.

Die Charaktere:

In der Reihe sammeln sich nach und nach wirklich sehr viele Charaktere an, doch soweit ich mich erinnern kann, gelingt dem Autor ganz gut die Grätsche. Soll heißen? Die wichtigen, wiederkehrenden Charaktere bleiben im Kopf und lassen sich auch  immer wieder gut erkennen.

Der Plot:

Das Buch (okay, die Reihe) ist ziemlich linear aufgebaut, hält aber einige Storytwists bereit.

Mein Fazit:

Zu meinen "Büchern des Monats" muss ich nicht viel sagen, sonst wären sie nicht Buch des Monats. Das heutige ist wegen des einfachen, aber spannenden Schreibstils und der linearen (aber trotzdem nicht langweiligen) Story auch etwas für Jüngere und Gelegenheitsleser ^^

Donnerstag, 20. Februar 2014

[Buchrezi] Totentrickser von Jan Oldenburg

Info:

Titel: Totentrickser
Autor: Jan Oldenburg
Reihe: Ferne Länder
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 416
Erschienen: Piper Fantasy; September 2013
Preis: 14,99 €
Amazon: http://www.amazon.de/Totentrickser-Roman-Jan-Oldenburg/dp/3492702961/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1392748492&sr=1-1&keywords=totentrickser
Cover:


Die Story:

Brom, Selphyne, Bolgur und Falfnin sind Helden, das heißt, sie besiegen die "Bösen" und retten die Welt, immer und immer wieder.
Doch plötzlich stirbt ihr größter Feind, der Totenbeschwörer Thanatos. Aber nicht genug: Er gibt ihnen auch noch den Auftrag auf seine verbliebene Tochter aufzupassen und diese zu seinen nächsten Verwandten zu bringen, damit die Kleine dort wohlbehütet aufwachsen kann.
Doch Nenia ist nicht gerade ein kleiner Sonnenschein, ebenso wenig, wie ihre Verwandten, die plötzlich anfangen vor den Nasen der Helden wegzusterben.

Der Autor:

Jan Oldenburg wurde 1979 geboren.
Er studierte Literaturwissenschaft und schrieb auch vor seinem Debütroman bei Piper "Fantastik AG" viel, arbeitete jedoch auch an einigen Filmprojekten mit.
Fantastik AG gewann 2013 den SERAPH - Award.

Der Schreibstil:

Ich habe mal wieder ein Buch gefunden, bei dem mir der Schreibstil richtig Spaß macht. Die Geschichte ist nicht wirklich ernst und nimmt sich auch nicht ernst. Oldenburg geht mit viel Witz, Sarkasmus und Ironie ans Werk.
Allerdings finde ich, dass man es auch Übertreiben kann. Viele Dialoge klangen eher wie aus einem 3. klassigen Free - to - play - RPG, wären da wohl auch witzig gewesen, kamen aber im Buch weniger gut. Außerdem sind viele "moderne" Wörter und Anglizismen "eingedeutscht" und das stört, mich zumindest. Natürlich war die ein oder andere Anspielung ganz lustig aber irgendwann fingen sie an sich zu häufen.
Zuletzt habe ich noch die ganzen Partizipien, die so wirken, als würde der Autor Nebensätze vermeiden wollen.

Die Charaktere:

Die mag ich ^^ Wirklich, der ganze Heldentrupp ist unglaublich sympathisch und klar definiert.
Nur Nenia find ich ... Ein billiger, flacher nicht witziger Abklatsch einer möchtegern Wednesday Addams. Und sie ist eben einfach nicht witzig (im Gegensatz zu Wednesday) sondern wirkt auf mich einfach nur faul ausgedacht.

Der Plot:

Jan Oldenburg wartet mit vielen bunten Facetten seiner Fernen Länder auf, an denen der Leser wirklich Spaß hat. Ich habe mich immer gefreut in diese Welt zurückzukehren.
Auch die Geschichte hat viele Wendungen, wobei diese für mich fast nie wirklich überraschend kamen, was aber denke ich daran liegt, dass ich im Genre mehr Erfahrung habe ^^ (Kennt ihr das?)
Auch das Ende war mir schon ein zwei Kapitel vorher klar.
Den Epilog fand ich unnütz. Das Ende vorher war rund, der Epilog hat das ganze dann wieder unkomplettiert. Leider. Manchmal ist weniger auch mehr.


Mein Fazit:

Trotz vieler Macken kann ich euch das Buch eigentlich empfehlen, denn es bekommt von mir 4 von 5 Lesebrillen.

Montag, 27. Januar 2014

Buchrezi: Chroniken der Weltensucher (4): Der Atem des Teufels von Thomas Thiemeyer

Info:

Titel: Chroniken der Weltensucher: Der Atem des Teufels
Reihe: Chroniken der Weltensucher
Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: Fantasy; Abenteuer
Seitenzahl: 460
Erschienen: Loewe Verlag
Preis: 17,90 €
Amazon: http://www.amazon.de/Chroniken-Weltensucher-04-Atem-Teufels/dp/378557049X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1390414305&sr=8-1&keywords=der+atem+des+teufels
Cover:

Die Story:

Der Atem des Teufels ist der vierte Teil der "Chroniken der Weltensucher" - Reihe um den selbsternannten unehelichen Sohn des Alexander von Humboldt.
Mit seinem Forscherteam hat er bereits mehrere unerklärliche Phänomene gelöst.
In dem 4. Band geht es nach Java.
Humboldt und sein Team werden von Leiter der Berliner Akademie und den niederländischen Besetzern gebeten, einigen unheimlichen Vorkommnissen auf den Grund zu gehen.
Lange schon erzählt man sich die Geschichte der Steinernen, die tatsächlich Wirklichkeit zu sein scheint.
Andauernd werden Menschen entführt und Dörfer überfallen. Auch Lena wird entführt und für die Forscher beginnt eine beeindruckende Reise in das Innere der Erde.

Der Autor:

Thomas Thiemeyer wurde 1963 in Köln geboren. Er studierte Kunst und Geologie und arbeitete bereits einige Zeit als Illustrator, bevor er sein erstes Buch beim Ravensburger Buchverlag veröffentlichte.
Er gewann bereits mehrere Preise und seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt.

Der Schreibstil:

Ich mag den Schreibstil des Autors. Abgesehen hat er ja auch Erfahrung im Schreiben, was natürlich nicht unbedingt heißen muss, dass er gut schreibt.
Aber hier ist Qualität drin :P

Die Charaktere:

Ich werde hier jetzt nichts genaues über die einzelnen Charaktere erzählen, ich meine, wer die Reihe kennt, kennt die Charaktere. Ich finde, Thomas Thiemeyer bleibt sich und seinen Charakteren treu, was einen bei diesen Personen wirklich freut.
Wer mich wirklich dermaßen genervt hat war Lena. Dieses Mädchen ist so überaus überflüssig, ihr glaubt es nicht!
Die Kleine schmeißt sich das gesamte Buch über an Oskar ran und versucht Charlotte eifersüchtig zu machen! Es nervt tierisch. Das kann kein normales vierzehnjähriges Kind sein!
Außerdem: Warum sind so viele Autoren der Meinung ein verdammtes Liebesdreieck würde ihr Buch spannender machen? Das tut es nicht. Mich nervt eine solche Aktion nur. Die gesamte Geschichte hätte ohne sie besser funktioniert. Ja, okay, dann wäre eben ein anderer aus dem Team entführt worden ... Wie wäre es denn mal mit Oskar? Der kann ruhig auch mal was abkriegen.
Also bitte, liebe Autoren ... keine Liebesdreiecke und keine Lenas mehr!

Der Plot:

Spannend, aber nicht mehr so spannend, wie die Vorgänger. Man muss hier natürlich auch zu Gute halten, dass es irgendwann auch schwer wird sich neue Geschichten für eine Serie auszudenken.
Ich finde aber, dass die Story vorhersehbarer wird, was ich sehr schade finde.

Mein Fazit:

Chroniken der Weltensucher ist eine meiner Lieblingsserien, die ich immer noch lese und der ich immer noch folge.
Allerdings hat auch diese etwas nachgelassen. Außerdem habe ich einen der nervigsten Charaktere seit Ewigkeiten erlebt!
Deswegen: 3,5 von 5 Sternen.

Montag, 13. Januar 2014

Buchvorstellung: Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof; Bastian Bielendorfer

Ja, oben steht nicht Rezi sondern Vorstellung, un das ist Absicht. Denn ich werde gleich nicht mein "Schema" abhaken, sondern etwas anders vorgehen, da das Buch weder Charaktere, noch einen wirklichen Plot hat.

Info:

Titel: Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof
Autor: Bastian Bielendorfer (http://www.bastianbielendorfer.de/)
Genre: Biographie;
Seitenzahl: 304
Erschienen: Piper Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Amazon: http://www.amazon.de/Lehrerkind-Lebensl%C3%A4nglich-Pausenhof-Bastian-Bielendorfer/dp/3492272967/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1389637538&sr=8-1&keywords=lehrerkin
Cover:

Der Inhalt:

Bastian Bielendorfer hatte das Pech als Sohn zweier Leher geboren worden zu sein.
In diesem Buch erzählt er mehrere kleine Anekdoten über Familienurlaube, Praktika, Aprilscherze und vieles mehr, durch das seine Eltern sein Leben etwas erschwert haben.
Vom Anfang der Grundschule, bis zum Ende seiner Zivizeit werden hier kleine Geschichten erzählt.

Der Autor:

Bastian Bielendorfer wurde 1984 in Gelsenkirchen als Sohn zweier Lehrer geboren. Nach seinem Abi am Grillo Gymnasium studierte er zuerst Germanistik und Psychologie auf Lehramt (auch im Buch ;P), brach jedoch ab und studiert jetzt Psychologie.
Er ist außerdem Poetry - Slammer ( Gewinner der Fritzt Nacht der Talente) und arbeitet beim fernsehen für die "Harald Schmidt Show" und "Die tierischen 10".
Die Geschichte zu seinem ersten Buch ist ziemlich witzig: Er war Kandidat bei "Wer wird Millionär" und rief seinen Vater bei der 8000 - Euro - Frage als Joker an. Dieser, enttäuscht, dass sein Sohn ihn bereits so früh anrief, legte ohne sich zu verabschieden auf.
Bielendorfer erzählte dem überraschten Günther Jauch davon, dass er ein Buch über sein Leben als "Lehrerkind" schreibe. Am nächsten Tag rief auch schon der Piper Verlag an ;)
Sein Buch, sowie der Nachfolger stiegen sofort in die Bestsellerlisten auf. "Lehrerkind" war sogar das meistverkaufte Sachtaschenbuch 2012.
(quelle: wikipedia.de; Angaben im Buch)

Der Schreibstil:

Klasse! Einfach nur klasse!
Der Autor erzählt die Geschichten mit einer Leichtigkeit, nimmt dabei nichts, sich selbst eingeschlossen, zu ernst und bringt den Leser wirklich alle zwei Sätze zum Lachen.
Von überspitzten Metaphern, bis hin zu ganz viel Sarkasmus und Ironie, und das liebe ich! Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn Bastian Bielendorfer mit demselben lockeren Stil auch mal ein buch aus einem anderen Genre, wie Krimi oder Fantasy schreiben würde.
Ich wäre gespannt, wie er seine Charaktere aufziehen würde ...

Fazit:

Normalerweise bin ich kein Mensch für dieses Biographie - Berufsbild - Genre - Etwas, um ehrlich zu sein, finde ich es ziemlich nervig, weil wirklich JEDER meint er müsste so etwas schreiben. Vom Lehrer zum Bauarbeiter. Und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich das Buch auch nur gekauft, weil der Autor neulich bei "Die tierischen 10" war ^//////^. Aber ich liebe das Buch, ganz ehrlich!
5 von 5 Punkten!

Freitag, 27. Dezember 2013

Buchrezi: Angelfall von Susan Ee

Info:

Titel: Angelfall; Fürchtet euch nicht
Originaltitel: Angelfall; Penryn and the end of days
Autorin: Susan Ee ( http://www.susanee.com/ )
Genre: Dystopie, Fantasy
Seitenzahl: 400
Erschienen: Hodder and Stroughton
Deutscher Verlag: Heyne (26.08.2013)
Preis: 12,99€
Amazon: http://www.amazon.de/Angelfall-Roman-fliegt-Susan-Ee/dp/345326892X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1388162298&sr=8-2&keywords=angelfall
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Die Engel haben unsere Welt, wie wir sie kennen zerstört.
In dieser zerstörten Welt lebt Penryn. Sie hat sich angepasst und versucht ihre Familie so gut, wie möglich durch den "Alltag" zu bringen. Doch eines Tages beobachtet sie eine Gruppe Engel, die einen weiteren verstoßen und ihm die Flügel abschneiden, eben diese Engel entführen auch ihre behinderte Schwester.
Um sie und den Horst der Engel zu finden sieht Penryn nur eine Chance: Sie rettet den verletzten Engel, sammelt seine Flügel ein und benutzt diese als Druckmittel.
Gemeinsam brechen die beiden auf zum Versteck der Engel.

Die Autorin:

Susan Ee ist eine freischaffende Autorin und Filmemacherin aus San Francisco. Sie arbeite zunächst als Anwältin, bevor sie sich vollständig dem Schreiben widmete. Dies studierte sie in Stanford.
Angelfall ist ihr Debütroman und wurde in 19 Sprachen verfasst.

Der Schreibstil:

Alles in allem war der Schreibstil in Angelfall doch etwas holprig. Es gab viele Vergleiche und Metaphern, die ich eher seltsam, als bildlich fand, leider. So zum Beispiel der Sonnenuntergang, der lila, wie eine Mango war. Derjenige, der mir eine lilafarbene Mango zeigt, der bekommt ... virtuelle Schokolade. Ich weiß nicht, ob da irgendwas bei der Übersetzung schiefgegangen ist, oder violette Mangos nur in San Francisco wachsen.
Außerdem fand ich einige jugendsprachliche/umgangssprachliche eher gezwungen. Aber vielleicht kommt auch nur mir das so vor, als Jugendliche ...
Also: Wie bei vielen Debütromanen noch ausbaubar.

Die Charaktere:

Angelfall hat vom Konzept her sehr interessante Charaktere aufzuweisen: Penryns Mutter, schizophren, Paige, Penryns gehbehinderte kleine Schwester und Raffe, der agnostische Engel.
Die weibliche Hauptfigur hingegen tanzt da ziemlich aus der Reihe: ich finde sie ist sehr klischeehaft aufgebaut: Nicht besonders auffallend, kann sich aber wehren. Außerdem finde ich sie teilweise etwas wiedersprüchlich und in sich nicht ganz abgeschlossen konzipiert. Sie erweckt teilweise einen unfertigen Eindruck, so, als wäre sie nicht zu Ende gedacht worden.

Der Plot:

Das Setting von Angelfall ist wirklich gut! Die Idee, die"biblischen Retter" in die Zerstörer der Welt zu verwandeln, ist sowohl originell, wie interessant. Auch wenn das Buch gewissermaßen biblische Inhalte hat, sind diese nicht störend oder missionierend eingebracht.
Das Buch kommt mit vielen Wendungen um die Ecke, die aber nicht alle wirklich überraschend kommen, so lässt sich einiges im Voraus bereits erraten und ist nicht wirklich unvorhersehbar.
Eine Warnung für alle mit eher flüchtigem Mageninhalt und leichterem Gemüt: Das Ende wird teilweise ziemlich krank und Susan Ee scheut sich nicht vor blutigen Darstellungen und härteren Themen. Ich finde es nicht wirklich schlimm, da es blutigere Autoren gibt, aber wem es nicht gefällt, der sollte sich den Kauf vielleicht zwei Mal überlegen. Es sind wirklich nur die letzte hundert Seiten, höchstens.
Aber ich habe auch beim Plot wieder etwas zu meckern: In dem Buch passiert einfach zu viel! Ich weiß, dass Angelfall als eine Reihe angelegt ist, doch selbst dafür sind die knapp 400 Seiten zu vollgestopft!
Die vielen roten Fäden sind zwar alle in sich logisch, kreuzen sich oder verlaufen nebeneinander, werden aber nicht wirklich miteinander verwebt. Ich weiß nicht, ob und wann der zweite Band auf Deutsch herauskommt, wäre aber gespannt, ob das noch gelingt. So spannend, dass ich mir gleich den Zweiten auf Englisch kaufe, war das Buch aber nicht.

Mein Fazit:

Angelfall ist kein Must - Have, allerdings einen Blick wert. Es sticht durch das ungewöhnliche Setting und die seltsamen Charaktere aus der Welle von Dystopien hervor.
Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Sternen.

Montag, 18. November 2013

Buchrezi: Lost Land von Jonathan Maberry

Info:

Titel: Lost Land - Die Erste Nacht
Originaltitel: Rot & Ruin
Autor: Jonathan Maberry
Genre: Horror, Zombie, Dystopie, Splatter
Seitenzahl: 528
Erschienen: Simon & Schuster books for young readers (2011)
Deutscher Verlag: Thienemann (2013)
Preis: 16,95€
Amazon: http://www.amazon.de/Lost-Land-Band-Erste-Nacht/dp/3522201515/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384788531&sr=8-1&keywords=lost+land
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Der 15 - jährige Benny Imura lebt in einer Welt, lange nach unserer Zeit. Sein Bruder Tom war, es, der damals mit ihm geflohen ist, damals in der ersten Nacht, in der die Zombies die Welt übernahmen. DOch Tom ist ein Feigling, zwar hat er Bennys Leben gerettet doch seine Mutter im Stich gelassen, so denkt zumindest der Jüngere. Deswegen hasst er seinen Bruder.
Doch ihm bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten. Denn in Mountainside, einer der letzten Städte, in denen sich die Menschen verschanzt haben, muss sich jeder Jugendliche ab 15 Jahren eine Job suchen, oder die Rationen werden gekürzt. Also begibt sich Benny mit seinem Bruder, einem Kopfgeldjäger, der Jagd auf Zombies macht, ins Leichenland - und entdeckt die andere Seite Toms - und die andere Seite der Apokalypse.
Eine lange Suche und ein großes Abenteuer beginnen. Und Benny muss in die grausame Welt der Erwachsenen und der Untoten eintreten, mit Freunden, die keine sind und Feinden, die nie welche waren.

Der Autor:

Jonathan Maberry wurde 1958 in Kensington, Kentucky geboren.
Seine ersten berfulichen Erfahrungen sammelte er als Martial Arts Kämpfer, was ihn später auch in seiner Arbeit als Autor beeinflusste, daher vorher überwiegend Bücher zu dem Thema verfasste. Nachdem er für diese Sachbücher 2003 einen Award gewann, wurde er letztendlich Schriftsteller und widmete sich vor allem den Genres Horror und Splatter. In diesem Sinne gewann er auch mehrmals den Bram Stoker Award.
Er schreibt neben Büchern auch für den Comicverlag Marvel (Awesome!) und hostet eine Fernsehsendung über das Paranormsale.
Hier geht es zu seiner Internetseite.

Der Schreibstil:

Naja. Nicht besonders schlecht, nicht besonders gut, wie vieles in dem Buch.
Ich fand das Buch teilweise wirklich viel zu "pseudo - philosophisch". Gerade Tom schießt hin und wieder wirklich Sprüche vor, die einem echt die Luft lassen, weil sie wirklich nicht mal mehr in das "weißer Asiate - Zen - Mensch" passen und einfach nur noch schnulzig und extrem überzogen sind. So geht es auch einigen bildlichen Vergleichen. Gerade der "Zuckerwatte" - Vergleich passt überhaupt nicht zum Szenario!

Die Charaktere:

Mh. Siehe oben. ich fand die meisten Charaktere eher flach und klischehaft. Sehr Schade, da man hier durchaus Potential hatte. So hat man das Klischee der besten Freundin, die irgendwie frech aber besonnen ist und in die sich der Hauptcharakter verliebt, oder den etwas verstörten Einsiedler, der besonnene Zen - Japaner, usw.
Gerade mit Benny, dem Hauptcharakter konnte ich überhaupt nicht warm werden! Er verhält sich viel zu kindisch und stur für sein Alter (ich bin genauso alt wie er und bei weitem nicht ... so!) und ist ein wirkliches A - Loch! Zwar versucht der Autor ihn irgendwie "wachsen" zu lassen, doch das mehr schlecht, als recht.
Tom mochte ich eher, auch wenn er mir manchmal zu triefend vor Schmalz wurde. Allerdings mochte ich seine Art und Weise, die Dinge zu erledigen ^^

Der Plot:

Ein wirklich frisches Szenario bietet Maberry ja nicht. Denn obwohl ich erst eine Folge von the Walking Dead gesehen habe, erinnert es doch sehr stark daran. So verwandelt sich jeder Mensch nach dem Tod in einen Zombie, die im übrigen auch Wanderer genannt werden. Das finde ich wirklich schade und billig.
Allerdings mag ich einige Ideen, wie zum Beispiel die Erosionskünstler (von denen ich allerdings immer noch nicht weiß, warum sie so heißen -_-), die Bilder der Untoten für die Kopfgeldjäger anfertigen, oder die Zombiekarten, die Yu - Gi - Oh - Karten der Apokalypse.
Ich finde aber, das das Erzähltempo sehr stark variiert. Mal ist es so langatmig und langsam, dass ich fast eingeschlafen wäre, dann wieder viel zu unübersichtlich und schnell! So habe ich erst zwei Kapitel später mitbekommen, dass Tom nicht mehr an Bennys Seite war. Außerdem kommt die Geschichte erst nach einiger Zeit wirklich ins Rollen und schlägt dann plötzlich in eine ganz anderer Richtung. Gut gefallen hat es mir wirklich erst ab diesem Punkt, das Finale fand ich zwar nicht neu und erfrischen, aber trotzdem sehr gut inszeniert, ebenso, wie den Epilog. Ich finde aber, dass auch hier sehr viel gekünstelt und vorhersehbar wirkt, auch, wenn einige kleinere Wendungen für Abwechslung sorgen.
Völlig unverständlich war für mich die Kapitelaufteilung und die vier Teile, die das Buch hatte.

Mein Fazit:

Lost Land war trotz seiner 530 Seiten doch ein ziemlich flaches Buch, das mir nicht so gut gefallen hat, wie ich es erwartet hatte. Deswegen bekommt es von mir durch und durch durchschnittliche 2, 5 von 5 Punkten.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Buchrezi: Im Schatten der Rache von Pamela Gelfert

Ja, ich lebe noch ;)
Heute kommt endlich die Rezension zu meinem ersten Rezensionsexemplar: Im Schatten der Rache.

Info:

Titel: Im Schatten der Rache
Autorin: Pamela Gelfert
Genre: Thriller
Seitenzahl: 306
Erschienen: Verlagshaus El Gato; Oktober 2012
Preis: 12,90€
Amazon: http://www.amazon.de/Im-Schatten-Rache-Pamela-Gelfert/dp/394359632X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1382365123&sr=8-1&keywords=im+schatten+der+rache+pamela+gelfert

Die Story:

Daniel Winter hat ein tolles Leben mit allem, was man sich nur wünschen kann! Frisch verheiratet mit der Frau seines Lebens, Jennifer, macht er sich auf den Weg in die Flitterwochen nach Italien. Doch dort passiert etwas Schreckliches: Jenny wird erschossen!
Von Matt, einem Agenten auf der Jagd nach dem Schwerverbrecher Kevin Laurent - also eigentlich einer der Guten.
Doch in Daniel schürt sich die Wut - er sinnt nach Rache!
Also schafft er es irgendwie (das wird natürlich im Buch aufgeklärt) sich in die Agentur einzuschleichen und direkt an Matt heranzukommen. Doch, obwohl er ihn eigentlich nur töten möchte, muss er erst das Vertrauen des Agenten erlangen.
Aber irgendwie gewinnt er mehr: Eine Freundschaft.
Und schon bald sind seine eigentlichen Ziele vergessen, denn Daniel befindet sich mitten in einem Krieg und seine Fähigkeiten, ebenso, wie seine Motivation werden auf eine harte Prüfung gestellt.

Die Autorin:

Pamela Gelfert wurde 1989 in Meißen geboren und lebt momentan in Leipzig, wo sie gerade ihr, 2008 begonnenes Informatikstudium beendet hat. Aktuell arbeitet sie als Texterin. Sie hat bereits mehrere Kurzgeschichten in Anthalogien veröffentlicht, ebenso, wie ihre 2011 bei AAVAA erschienene Triologie: Sklavin des Schicksals. Diese wurde 2013 auch für den UH! - Literaturpreis nominiert!
Hier geht es zu ihrer Website, mit Extras, Kurzgeschichten und Interviews!

Der Schreibstil:

Der Schreibstil hat mir eigentlich recht gut gefallen ^^ Besonders gut fand ich, dass alles sehr bildhaft und mit guten Vergleichen dargestellt wurde, welche man, zumindest meiner Meinung nach, viel zu wenig findet. Dadurch lief das ganze Buch in meinem Kopf, wie ein Film ab.
Die Atmosphäre im Buch ist dadurch oft sehr dicht, so beginnt das Buch mit dem Tod von Daniels Freundin, und man hätte fast die italienische Luft riechen und die Schüsse hören können!
Das einzige kleine Manko, das ich jetzt zu bemeckern hätte (ja, immer nur meckern :P) wären die Massen an Partizipien, die mir persönlich einfach, ja viel zu viele waren. Das klang dann teilwiese etwas dick aufgetragen oder aber abgehackt.

Die Charaktere:

Die Charaktere bekommen von mir eine fette eins plus mit Stern! Ich finde alle waren so unglaublich sympathisch und das auf ihre ganz eigene Art.
Daniel, der Hauptcharaktere erschien mir, wie ein "normaler" Mann seines Alters, naja, bis eben auf den Fakt, dass er innerlich ziemlich gebrochen war. Dies merkt man gut. Gleichzeitig allerdings tritt eben immer mehr in der Vordergrund, wie sehr er inzwischen an der Agentur hängt und dort auch neue Freunde findet. Und seine Wut, die sich gegen den eigentlichen Antagonisten des Buches richtet wird auch immer stärker. Allerdings nie so, dass man sich nur noch "Was zur Hölle? Der wollte doch was ganz anderes? Was geht ab?" denkt, sondern logisch und nachvollziehbar.
Die ganze Zeit ist man am Hoffen, dass er quasi doch noch "zum Guten bekehrt" wird.
Auch Matt, Daniels Mentor, und die Person, die seine Frau erschossen hat, ist eher der Typ "väterlicher Mentor". Die ganze Zeit saß ich über dem Buch, und habe gesagt: "Nein, ihr bringt euch nicht gegenseitig um, ich mag euch beide!" Dies macht die ganze Geschichte noch einmal um einiges interessanter und spannender, da man an den Charakteren hängt und die ganze Zeit davon ausgeht, dass mindestens einer der beiden stirbt.
Auch Mia und Luisa, zwei weitere Mitarbeiterinnen der Agentur, die beide irgendwie an Daniel interessiert sind und natürlich der wahre Gegenspieler Kevin Laurent kommen einem förmlich aus dem Buch entgegen!
Letzterer ist einfach ein perfekter Bösewicht! Obwohl er erst gegen Ende wirklich oft auftaucht und vorher nur seine Handlanger vorausschickt kann man ihn eigentlich nur hassen.

Der Plot:

Alles in allem fand ich das Gerüst perfekt ausgedacht! Eine verworrene Geschichte, deren Ende bis zur letzten Seite nicht klar ist, die einen aber von der ersten Seite an einfängt.
Man hat die Entwicklung Daniels immer direkt vor Augen und erlebt mit, wie er sich sein Leben innerhalb der Agentur einrichtet und eine Art Vater - Sohn - Beziehung zu Matt entwickelt und trotzdem sind beide immer wieder misstrauisch und spielen mit dem Gedanken sich gegenseitíg auszuschalten. Wobei in einigen längeren Sequenzen wirklich einzig und allein solche Entwicklungen oder aber Missionen und die Jagd nach Laurent im Mittelpunkt und Daniels eigentliches Ziel der Rache gerät etwas ins Hintertreffen. Dies ist aber nicht weiter schlimm oder störend, denn Pamela Gelfert schafft es, dass dem Leser dieses Ziel immer im Hinterkopf bleibt.
Auch, und Achtung, ich spoilere jetzt, überwindet Daniel am Ende seinen Verlust und kommt mit einer Agentin zusammen (okay, hier überlasse ich euch das spoilern ;)). Man merkt zwar, dass beide sich irgendwie mögen, obwohl sie sich die ganze Zeit anzicken, doch die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund! Endlich! Zwar hätte sich die Beziehung etwas mehr entwickeln können, aber ich hielt diesen Teil auch nicht für vollkommen unnötig. Ich bin froh endlich mal ein Buch gelesen zu haben, in dem genau das drin ist, was hinten drauf steht: Ein Thriller und keine Lovestory! Denn meistens spielt sich die dann in den Vordergrund und überdeckt die eigentliche Story -_-
Auch finde ich es gut, dass sich die Autorin nicht vor grausamen Themen und Szenen scheut.
Besonders das Finale hat mir sehr gut gefallen! Rasant und unerwartet!

Mein Fazit:

Im Schatten der Rache ist ein erfrischender Thriller, der von mir 3, 5 von 5 Sternen bekommt.

Freitag, 27. September 2013

Buchrezi: dead.end.com von Alice Gabathuler

Info:

Titel: dead.end.com
Autor: Alice Gabathuler
Genre: Thriller
Seitenzahl: 288
Erschienen: Thienemann Verlag (Juli, 2011)
Preis: 12, 95
Amazon: http://www.amazon.de/dead-end-com-Alice-Gabathuler/dp/3522200640/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1380283473&sr=8-1&keywords=dead.end.com
Cover:


Die Story:

Für die Gamer Gerti und Mo ist es die ultimative Chance: Sie und ihre Teams können zur Betaphase des Computerspieles dead.end.com und das Spiel noch vor allen anderen anzocken. Noch besser: Für das Gewinnerteam gibt es sogar noch Geld zu gewinnen.
Doch man darf nicht zimperlich sein, denn allen Teilnehmern werden sämtliche Recht genommen, zusammen mit ihren Kollegen und Gegnern werden sie Tage lang unter der Erde eingesperrt und spielen durch.
Schon bald allerdings beginnen Spieler, die im Spiel sterben zu verschwinden und die Realität vermischt sich mit der virtuellen Welt.
Wer spielt falsch? Mitspieler, Organisatoren, oder doch jemand Außenstehendes? Die Jugendlichen stehen unter Druck und vergessene Vergangenheit kehrt ans Licht zurück.

Die Autorin:

Alice Gabathuler wurde 1961 in der Schweiz geboren und wuchs dort mit ihren beiden Brüdern auf. Sie ist
studierte Englischlehrerin, war aber unter anderem auch schon Radiomoderatorin oder Werbetexterin.
Heute lebt sie mit ihrer Familie, ihrem Ehemann, zwei Kindern und einer Katze, in der Schweiz.
http://www.alicegabathuler.ch/

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten und es fließen sehr viele Schimpfwörter und Umgangssprache ein. Man kommt auch größtenteils sehr schnell durchs Buch hindurch (was aber eher an der Seitenzahl liegen könnte.).
Und trotzdem hatte ich damit so meine Probleme:
Denn viel klingt einfach nur abgehackt, gezwungen, aufgesetzt oder nach einem verzweifelten Versuch Spannung zu erzeugen. Letzteres wird gerade durch unglaublich viele Ellipsen (denn die Autorin scheint keinen großen Wert auf Subjekte zu legen) sehr auffällig und v.a. nervig.
Auch das Tempus sollte sich im Verlauf des Buches ziemlich zum Stolperstein wandeln. Das Buch ist nämlich im Präsens geschrieben, was, so finde ich, immer etwas anspruchsvoller ist, da die Gegenwart sehr oft recht abgehackt klingt (Versucht doch einfach mal euch eine kleine, Fünf- Sätze - Geschichte auszudenken und erzählt sie einmal im Imperfekt und einmal Im Präsens). Anfangs ist es mir fast nicht aufgefallen, doch mit der Zeit wurde es immer auffälliger und störender.
Auch die hohe Ansammlung von Jugendsprach klang vielmehr aufgesetzt, als echt. Ich nehme an, dass die Autorin einfach zur falsche Generation gehört. Wirklich, niemand spricht so. Das ist nicht spannend, volksnäher oder ansprechender für Teenager, sondern störend und enttäuschend und vergrault die eigentliche Zielgruppe. Und erweckt den Eindruck, als wolle die Autorin alles, nur nicht alt werden. Denn die Zielgruppe denkt sich da nur: Alte Frau, wie doof ist das denn geschrieben?
Eine Kleinigkeit, die wahrscheinlich nur mich genervt hat: Die Charaktere sprechen sich teilweise mit vollem Namen an ... Das ist etwas, dass machen Trolle in Fantasybüchern aber nicht in der realen Welt! Da sagt man entweder Vorname oder Herr Nachname!
Alles in allem wirkt das Buch sehr primitiv geschrieben.

Die Charaktere:

Nicht einmal mit den Charakteren war ich vollauf zufrieden. Erstens nervt es mich schrecklich, wenn eine Geschichte in einem bestimmten Land spielt und dann haben die Leute alle Namen nur nicht die, aus dem Land. Ich meine klar gibt es überall Einwanderer und Eltern, die ihren Kindern ausländische Namen geben, aber es scheint mir unwahrscheinlich, dass gut 18 von 20 Charakteren eingewandert sind. Bitte, bitte, bitte, das nervt echt.
Auserdem nervt es, dass die Autorin alle Charaktere in Klischees und Gruppen einteilt: Wir haben den fetten Nerd, den aggressiven Gamer, die "Lara Croft" (ich denke, da war jemand stolz, dass er tatsächlich einen Begriff gefunden hat, der mit Computerspielen zusammenhängt), die Kampfelfe, usw. Also Sachen, die wirklich nicht auf alle zustimmen! Ich meine klar, es gibt immer wieder mal ein lebendes Klischee, gut, aber jeder, wirklich jeder Charakter entsprach einem, ich wusste nicht einmal, dass es so viele gibt! Auch die Teilnehmerteams waren netürlich wieder "Gruppen", Skinheads, "Elfen", Goths... Schon mal daran gedacht, dass einige nichts mit Games zu tun haben und sich vielleicht nicht unbedingt jeder in eine Schublade stopfen lässt? Klar, wenn ich etwas nicht verstehe, dann ist es so natürlich leichter ... Ach ja, nochwas: Natürlich, denken die fetten Gamer auch alle wie Perverslinge: Ich meine, wenn ich nie ein Mädchen abbekomme, dann kann ich ihnen wenigstens hinterhergeiffern. Und sie ordnen jeden Spieler auch sofort in irgendein Spiel ein (Okay, das einzige, dass die Autorin zu kennen scheint ist sowieso Tomb Raider). Ich meine klar sehe ich auch mal eine Person und denke mir: "Wow, die sieht jetzt aber genau so und so aus", aber doch nicht bei jedem! Sorry, aber das geht echt nicht! Es ist nicht nur demütigend und beleidigend sondern auch nervig. Ich bin auch Gamer und Otaku und genau deswegen nervt mich diese "Einteilung" auch. Ich bin mir sicher, dass die Autorin nicht einmal ansatzweise eine Ahnung von irgendwelchen Jugendszenen hat.
Ein Problem haben die Charaktere noch mit Tiefe: Denn jeder Charakter ist in der Ich - Perspektive geschrieben (Es steht dann immer Mo, Greti oder Carlos darüber). Dies scheint zuerst so zu wirken, als würde es sogar noch helfen sich in die Charaktere einzufinden, aber - Pustekuchen. Hin und wieder erhält man so eine bessere Einsicht auf die Gedanken eines Charakters aber von der Vorgeschichte bekommt man überhaupt nicht mit - Sorry aber klarer Fall von nicht gut genug ausgeschöpft.

Der Plot:

Die Geschichte zu dead.end.com erschien mir zu Anfangs noch ganz spannend. Ich meine, da ich selber Computerspiele liebe - warum nicht? Ich hatte mir das Buch als Einstimmung für die Gamescom gekauft (bin aber an dem Wochenende nicht dazu gekommen und habe es dann in Amerika gelesen).
Zuerst hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, denn schnell wurden Fragen aufgeworfen und die Geschichte nahm an Tempo auf, doch gerade in dem Moment, in dem man denkt, jetzt geht es erst richtig los, sinkt der Spannungsbogen abrupt und in einem irren Tempo. Somit erreicht das Buch nicht einmal seinen potentiellen Höhepunkt. Außerdem entwickelt sich die Geschichte immer mehr zu einer 0815 Story.
Denn ab dem Punkt, ab den man den Einblick in Mos Vorgeschichte erhält, bekommt man erst zwei Seiten Spekulationen über das Gamer - Amokläufer - Thema geboten (Danke! Genau das hab ich gebraucht), mit einer "Diskussion", die sich in jedem zweiten Satz selbstwiderlegt und damit eigentlich auch keine Botschaft verschickt. Denn diese Geschichte wird dann aber auch nicht weiter ausgeführt, stattdessen greift die Autorin plötzlich eine gesamt andere Storyline auf und lässt alles hinter sich, was sie vorher geschrieben hat.
Diese wird dann aber viel zu früh, so ziemlich nach zwei Dritteln des Buches aufgelöst, sodass, gut hundert Seiten total überflüssig waren.
Der gesamte Verlauf des Buches ist auch sehr verwirrend gestaltet und hat so gut, wie keine Beständigkeit. Denn der Spielverlauf ist viel zu schnell und zu unlogisch gestaltet und beschrieben. Alles eskaliert zu schnell und man hätte viel mehr herausholen können.
Viele Szenen sind auch unlogisch gestaltet, da Objekte verschwinden, nicht gestohlen werden, sondern von der Autorin übersehen und vergessen! Und auch jeder Charakter kennt irgendwie auf einmal jeden, auch wenn er die anderen noch nie vorher getroffen hat.
Dazu kommt auch noch, dass die Einschnitte immer sehr plötzlich kommen und riesige, verwirrende und unlogische Sprünge und Zeitswitches mit sich ziehen. Wieder einmal wirkt es auf mich, als würde die Autorin damit nur verzweifelt versuchen Spannung zu erzeugen.
Oben habe ich ja auch bereits erwähnt, dass jeder Hauptcharakter in der Ich - Perspektive geschrieben worden ist. Dies ist sehr verwirrend, v.a. wenn man versucht nach einer Lesepause wieder hineinzukommen, da man immer erst noch einmal von vorne anfangen darf, nur um zu wissen um wen es momentan gerade geht. Dadurch ist es sehr anstrengend der Geschichte zu folgen.
Ab der Hälfte des Buches kommen dann aber auch noch weitere Szenen dazu: Denn anscheinend wurde es zu langweilig immer nur als "Ich" zu schreiben und was tun? Ganz klar: Wir fangen an Ganze Kapitel nur in direkter Rede zu schreiben! Ab da verliert man völlig den Faden. Denn man weiß nicht einmal mehr, wer gerade mit wem redet und was sich abspielt. Anscheinend wurde auch das der Autorin zu doof, weswegen plötzlich dann auch Handlungen in diesen Episoden vorkamen! What?
Verwirrend, störend und fast unmöglich sich überhaupt noch irgendwo einzufinden.

Das Design:

Irgendetwas muss mir aber auch gefallen haben. Deswegen kommt hier das Design.
Das Cover mag ich nicht, allerdings sind die Kapitelüberschriften (von denen gab es ja genügend) schön gestaltet. Denn die, die während dem Spiel spielen sind mit diesem Covertunnel versehen und die der Szenen danach einfach nur grau. Interessante Idee.

Mein Fazit:

dead.end.com hat mich zutiefst enttäuscht. Das Buch hätte so viel mehr gekonnt! Außerdem ist es leider wieder sehr klischeeverstärkend und nervt deswegen ziemlich. Leider ist es auch ein perfektes  Beispiel dafür, dass man kein Buch über etwas schreiben kann, dass man nicht versteht, womit man sich nicht auskennt und nicht darüber informiert hat, und zu dessen Generation man einfach nicht gehört (und man sollte nicht versuchen dazuzugehören). Leider, leider leider also nur 1 Stern von 5 von der entsprechenden Generation.
Und den sarkastischen Schlusskommentar spare ich mir jetzt, da ich mir damit wohl ziemlichen Ärger einhandeln könnte.

Montag, 23. September 2013

Buchrezi: City of Ashes von Cassandra Clare

Infos:

Titel: Chroniken der Unterwelt: City of ashes
Originaltitel: The mortal instruments: City of ashes
Autor: Cassandra Clare
Internetseite: chroniken-der-unterwelt.de
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 480
Erschienen: Margeret K McElderry Books
Deutscher Verlag: Arena Verlag, 2008
Preis: 17, 99 €
Amazon: http://www.amazon.de/City-Ashes-Chroniken-Unterwelt-02/dp/340106133X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1379964519&sr=8-1&keywords=city+of+ashes
(Nur mal so: Hier geht's zur Rezension zum Vorgänger ^^)
Cover:

Originalcover:

Die Story:

Clary hat die erste Schlacht gegen Valentin hinter sich gebracht - eher weniger erfolgreich. Doch jetzt kann sie nicht mehr zurück: Sie ist ein Teil dieser geheimnisvollen, neuen Welt geworden.
Doch diese ist gefährlich: Denn Valentin plant weitaus mehr: Ein geheimnisvolles Ritual, für das er das Blut verschiedener Schattenwesen sowie die zweite Insignie der Engel benötigt, nur um sich ein Heer aus Dämonen zusammenzustellen. Doch warum? Ist es nicht er, der diese Wesen verabscheut und von dem Antlitz der Erde radieren möchte?
Doch auch Jace ist in Gefahr. Die Inquisitorin, eine Abgesandte des Rates hat es auf ihn abgesehen, da er angeblich der Spion seines Vaters sein soll. Doch steckt am Ende sogar weitaus mehr dahinter?
Während Clary sich also noch nach ihrem alten Leben zurücksehnt ist ein neuer Kampf bereits entflammt - Und es wird kaum ihr letzter sein.

Die Autorin:

Cassandra Clare wurde in 1973 Teheran, der Hauptstadt des Irans als Tochter U - amerikanischer Eltern
geboren, zog aber in den ersten10 Jahren ihres Lebens ständig um. So lebte sie z.B in Frankreich, England oder der Schweiz. (Gott, wie kompliziert) Ihr eigentlicher Name jedoch ist Judith Rumelt. Den Vornamen ihres Pseudonyms entlieh sie einer Geschichte von Jane Austen.
Bevor sie City of Bones veröffentlichte machte sie sich einen Namen als Fanfiktionautorin, musste sich als solche aber auch mit einigen Plagiatsanschuldigungen herumschlagen.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil hat sich seit dem ersten Band kaum verändert, nicht wirklich verbessert aber auch nicht grundlegend verschlechtert. Einige Aussetzer hätte ich da allerdings:
Ich finde die Autorin benutzt teilweise wirklich seltsame, aufgesetzte Phrasen, bei denen ich nur davor saß und mir gedacht habe: What? Außerdem nimmt ein Störfaktor, der mir im ersten Band bereits aufgefallen ist weiter zu: Sie ändert von Zeile zu Zeile teilweise Farben und Details! Das ist im Einzelnen vielleicht nicht schlimm, nervt allerdings, wenn es sich häuft.
Apropos Farben: Ein Detail ist mir aufgefallen, was nicht wirklich schwerwiegend für die Gewichtung ist, mich aber ziemlich nervt. Ich mag es nicht, wenn man sich erst Mythen und Legenden bedient und dann aber alles mögliche daran ändert! Leute! Denkt euch eine eigene Story aus oder lasst es bleiben. Egal: Liebe Mrs. Clare: Japanische Oni - Dämonen sind nicht grün, sie sind rot oder blau. Bittedankeschön.
Auch ist mir aufgefallen, dass sie teilweise "Bausteine" benutzt. Einige Sätze und Phrasen, kehren eigentlich fast alle zwei Seiten wieder (und ich rede nicht nur von "und", "und", "und").

Die Charaktere:

Die Charaktere sind, wie im ersten Band eigentlich wieder sehr gut erdacht. Und für alle Simon - Fans: Euch erwartet eine kleine Überraschung ;)
Allerdings entwickelt sich Clary in eine Richtung, von der ich nicht weiß, ob sie mir gefällt. Denn irgendwie erscheint sie in diesem Band etwas marysuisch (Für alle, denen "Mary Sue" nichts sagt: Es ist der Begriff für einen übermächtigen Charakter, der plötzlich Dinge kann, die alle anderen nicht können /er nicht können sollte, usw.) Mir ist natürlich klar, dass ein Hauptcharakter sich meist durch bestimmte Fähigkeiten von den anderen unterscheidet (ich hoffe ich SPOILER nicht zu sehr, aber Clary und Jace erfahren in dem Buch, dass sie dank Valentin besondere Kräfte verfügen) und abhebt, aber ich will nicht mal auf diese Sonderfähigkeiten hinaus. Was ich meine, sind die Schattenjägerfähigkeiten, die die anderen ebenso besitzen. Etwas paradox ist es nämlich schon, dass Cassandra Clare das ganze Buch über erwähnt, dass Clary ja keine Ausbildung hat und sie deswegen das und das und das nicht kann und dann - ganz aus heiterem Himmel - bringt sie Aktionen, wie Kungfu - Kombos oder total abgefahrene Schwertmoves, die sie ja ohne Ausbildung gar nicht könnte ... Ich meine schon im ersten Buch hat es mich gewundert, dass sie es schafft ein Messer ohne Übung zu werfen und damit zu treffen. Das ist nämlich recht schwer, allein wenn man die physikalischen Gesetze und die Form bedenkt. Ich habe es vorerst ignoriert, war ja nur einmal. Jetzt häufen sich solche Aktionen allerdings. Die Ausrede? Schattenjägerblut ... Ja, das haben die anderen Charaktere auch und trotzdem brauchen die lebenslanges Training? Unlogisch und nervig.
Ich hoffe, dass diese Entwicklung im nächsten band etwas abgebremst wird, v.a. da ich auch Clary ziemlich lieb gewonnen hatte, bis sie angefangen hat zu nerven.

Der Plot:

An sich war der Plot auch hier wieder sehr gut erdacht und die Geschichte wurde stetig vorangetrieben. Allerdings muss ich sagen, dass ich durch diesen Band nicht so schnell durchgekommen bin, wie durch den ersten.
Dies lag v.a. daran, dass das Buch eigentlich nicht viel Neues zu bieten hatte, keine neuen Twists oder Erkenntnisse. Denn die meisten "großen" Einsichten konnte man sich als Leser durch Anspielungen, die teilweise sogar im ersten Band bereits kamen, sehr gut selber erdenken. Traurig, denn es wäre weitaus mehr drin gewesen. Dadurch ist der zweite Band leider um einiges vorhersehbarer, als Teil eins.
Einige Cuts waren mir auch zu schnell, gerade am Ende.
Eine Szene hat mich auch besonders genervt: Bei Simon zuhause wird eingebrochen und er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und telefoniert dabei mit Clary. An sich spannend konstruiert und gut geschrieben ... Wäre da nicht ein Name, der plötzlich im Raum steht. Denn Simon hat ja eine Katze. Das Problem ist nur, dass die vorher nie erwähnt wurde, erst recht nicht mit Namen! Und plötzlich steht da ein Name, der der Katze, im Raum! Okay, man könnte es sich denken, dass es sich um ein Haustier handelt ... Trotzdem ist es so, dass ich mir die gesamte Zeit, die, in der ich mich eigentlich ziemlich gerne auf die Handlung konzentriert hätte, überlegt habe, wessen Name das jetzt ist! Ich hoffe das ist verständlich. Denn, dass von der Katze die Rede gewesen ist wird dann erst zwei Kapitel später geklärt. Das ist sowas von unnötig und ein Autor schneidet sich mit so etwas nur selbst ins Fleisch.

Mein Fazit:

City of Ashes hat leider das große Problem, dass es die höher gesteckten Erwartungen nach einem fulminanten ersten Teil erfüllen muss ... und dies leider nicht schafft. Denn ich war von dem Buch recht enttäuscht, im Angesicht des ersten Bandes. Die Geschichte, Charaktere und der Schreibstil lassen sogar nach.
Deswegen bekommt der zweite Teil von mir leider keine Steigerung zum ersten, sondern sogar eine Minderung der Punkte. Leider nur 2, 5 von 5 Sternen anstatt der vorherigen 4 von 5.

Kleine Anekdote, die ich zum Schluss noch loswerden möchte:

Ich war ja im wunderschönen Amerika. Dort habe ich einmal wieder gelernt, wie Bücher Menschen zusammen bringen können, denn während meinem Aufenthalt hat genau diese Reihe mir wunderschöne Erinnerungen beschert. Einer meiner Freunde zum Beispiel hat versucht das deutsche Buch zu lesen (echt unglaublich knuffig). Plötzlich sagt ein Mädchen hinter mir: "City of Bones? Is it the German version of the second Mortal Instruments part?" Und wir haben, zwei Wildfremde, einfach angefangen miteinander über das Buch zu reden. Und dann haben wir den anderen natürlich gezwungen (Mit den Engelsklingen im Anschlag) sich das Buch SOFORT auszuleihen. Hat er auch gemacht ;)

Das war meine Rezension zu City of Bones und eine kleine Geschichte dazu. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Lesen, Leute!
Special Greetings go to John and Brittany!

Freitag, 30. August 2013

Buchrezension: City of Bones von Cassandra Clare

So, ich schleiche mich mal eben kurz online und schreibe diese kleine Rezension zu einem Buch, das ab Donnerstag verfilmt in den Kinos zu sehen sein wird: City of Bones.

Basisinfo:

Titel: Chroniken der Unterwelt: City of Bones
Originaltitel: The Mortal Instruments 1: City of Bones
Autor: Cassandra Clare
Internetseite: city-of-bones.de
Genre: Urban Fantasy
Seitenzahl: 512
Erschienen: Margeret K. McElderry Books (2007)
Deutscher Verlag: Arena, 2008
Preis: 17,99€ (gebundene Ausgabe)
Amazon: http://www.amazon.de/City-Bones-Chroniken-Unterwelt-01/dp/3401061321/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1377695265&sr=8-1&keywords=city+of+bones
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Clarissa Fray führt ein ganz normales Leben als Schülerin in New York. Sie ist eigentlich nur Durchschnitt und hat noch nie etwas Besonderes erlebt. Bis zu diesem einen Abend im Pandemonium, einem Club in NY.
Denn dort beobachtet sie, wie drei Jugendliche einen weiteren ermorden, doch dem nicht genug! Die Leiche des Opfers löst sich einfach in Luft auf! Die drei erklären ihr, dass sie gerade die Arbeit der Schattenjäger beobachtet hat, die einen Dämon erledigt haben. Schwachsinn, denkt sich Clary.
Doch nur, bis auch ihre Mutter von Dämonen angegriffen und verschleppt wird!
Jetzt gibt es kein zurück mehr! Denn Clary muss ihre Mutter befreien und befindet sich mitten in einer neuen Welt, der Welt der Schattenjäger, Dämonen, Vampire und Werwölfe.
Für normale Menschen sind diese nicht sichtbar doch Clary hat das zweite Gesicht.
Doch mit dieser faszinierenden neuen Perspektive kommen auch ebenso die Gefahren. Denn auch Clarys Mutter war eine Schattenjägerin. Sie wollte ihre Tochter vernab dieser gefährlichen Welt aufziehen (ja ... Fail) doch nun ist sie auf ihre Hilfe angewiesen. Denn Valentin, ein böser Schattenjäger, der sämtliche Schattenwesen (Vampire, Werwölfe, usw. keine Dämonen) vom Bild der Erde wischen will, ist auf der Suche nach dem Kelch der Engel. Und den hat angeblich Clarys Mutter.

Die Autorin:

Cassandra (Mein Gott, warum will ich immer Clarissa schreiben? Nennt eure Hauptcharaktere nie so ähnlich, wie euch selbst -_-) Clare wurde in 1973 Teheran, der Hauptstadt des Irans als Tochter U - amerikanischer Eltern
geboren, zog aber in den ersten10 Jahren ihres Lebens ständig um. So lebte sie z.B in Frankreich, England oder der Schweiz. (Gott, wie kompliziert) Ihr eigentlicher Name jedoch ist Judith Rumelt. Den Vornamen ihres Pseudonyms entlieh sie einer Geschichte von Jane Austen.
Bevor sie City of Bones veröffentlichte machte sie sich einen Namen als Fanfiktionautorin, musste sich als solche aber auch mit einigen Plagiatsanschuldigungen herumschlagen.

Der Schreibstil:

Ich war ja echt begeistert von Cassandra Clares Schreibstil! Ich hatte das Buch innerhalb von zwei, drei Tagen durch! Alles ist flüssig und anschaulich geschildert.
Trotzdem war ich zeitweilig auch etwas verwirrt, da sich die Farben irgendwie von Seite zu Seite zu ändern schienen. Mir ist aufgefallen, dass sie Jace' Haar eigentlich als blond beschreibt und dann stand da plötzlich goldbraun (?). Und solche Kleinigkeiten kommen leider etwas öfter vor.
Auch benutzt sie hin und wieder einige "fantasytypische" Phrasen, die die Geschichte irgendwie vorhersehbar machen (so Sachen, wie: Beim Tage meiner Geburt nahmen die Angriffe zu ... usw.). Irgendwie ein bisschen Schade, da sie immer abgedroschen und langweilig klingen.

Die Charaktere:

Hab ich euch schon erzählt, dass ich seit langem mal wieder einen Lieblingscharakter gefunden habe? Luke. Der beste Freund von Clarys Mutter und seines Zeichens Werwolf und Schattenjäger. Naja egal, das mag echt was heißen!
Die Charaktere in City of Bones sind alle so unterschiedlich und tief angelegt und ergänzen sich gegenseitig perfekt. Wirklich es ist, als hätte man sie direkt vor sich!

Der Plot:

Der Plot war sie eine Gradwanderung.
Auf der einen Seite frisch und neu.
Auf der anderen Seite aber leider auch etwas abgedroschen und vorhersehbar, so ging es zumindest mir. Man hat hier viele Fantasystereotypen, wie den Verräter, die böse Verwandtschaft und den besten Freund der Hauptfigur, die nicht unbedingt neu sind.
Und obwohl ich einen Teil des Endes (kleiner Tipp, ohne zu spoilern: Darth Vader, Luke und Leia) schon ziemlich vorhersehbar fand, hat mich ein anderer Teil doch sehr überrascht!
Außerdem bin ich echt froh, dass Clary nicht mit Jace zusammenkommt. Also mal nicht die weiblicher + männlicher Protagonist - Konstellation. Das ist nach Twilight, Panem und ähnlichem doch ziemlich erfrischend.

Mein Fazit:

City of Bones ist ein erstaunlich gutes Fantasybuch. Ich hätte mir weniger erwartete und war durchaus positiv überrascht. Seit langem hielt ich mal wieder ein Buch in der Hand, das es geschafft hat mich zu begeistern und völlig in seinen Bann zu ziehen!
Was mich jedoch leicht verwundert ist der Titel City of Bones, der sich auf die Stadt der Gebeine bezieht, in der eine gewisse Art der Schattenjäger wohnen (Stillen Brüder). Dort spielt aber lediglich ein Kapitel -_-
Ich gehe heute mit einer Freundin ins Kino ... Mal schauen, ob der Film mithalten kann ;)
Der erste Teil der Chroniken der Unterwelt - Reihe bekommt von mir sehr gut vier von fünf Sternen. Lesenswert!

Creepypast 02: Das letzte Kapitel

Das letzte Kapitel

Ich sitze oft sehr lange an meinem Computer, auch nachts. Schreibe. Ich bin Autor und tauche oft stundenlang in die Welt meiner Charaktere, fühle, lache und weine mit ihnen, fast so, als wären sie real.
Doch das sind sie nicht … oder?
Vor einigen Wochen hatte ich eine Begegnung, die meine Meinung schlagartig ändern sollte.
Wie immer saß ich nachts noch an meinem Computer und schrieb. Meine Finger tanzten über die Tastatur meines Laptops, spielten mit den Buchstaben und fügten sie langsam, aber sich zu einer Geschichte zusammen.
Ich war bereits in einem der letzten Kapitel, da ich letzter Zeit eine ziemlich produktive Phase gehabt hatte.
Mein Blick fiel auf die kleine digitale Uhr am unteren Rand meines Bildschirms: 01: 05.
Ich hatte also bereits in den nächsten Tag hineingeschrieben.
Gut, dass ich morgen nicht so früh raus muss, dachte ich so bei mir selbst.
Doch meine Augen wollten jedes Mal, wenn ich einen Satz beendet hatte zufallen und mich in das süße Reich des Schlafes überführen. Wäre ich dem Aufruf meines Körpers doch nur gefolgt … Doch ich zwang mich weiterzuschreiben.
Wisst ihr, ich fiebere immer mit, egal, ob ich ein Buch schreibe oder lese. Denn selbst, wenn ich schon genau im Kopf habe, was als nächstes passiert, interessiert es mich, was als nächstes passiert.
Irgendwie gerate ich immer in die Welt hinein, die ich erfinde, werde ein Teil von ihr, ob ich es möchte, oder nicht. Ich gehöre zum Freundeskreis des Protagonisten, sowie er zu meinem gehört.
Somit war es auch nicht verwunderlich, dass ich mich gerade direkt neben ihm befand – mehr oder weniger – direkt im Versteck des Antagonisten.
Falls ihr es nicht wisst: Ich schreibe bevorzugt Horrorbücher oder Dystopien. Die Vorstellung einer bösen und sich selbst zerstörenden Welt fasziniert mich. Die Dunkelheit und all ihre Kreaturen zieht mich an, wie ein Magnet. Und selbst hatte ich nichts gegen einen guten, blutigen Schreck einzuwenden. Sollte ich mir Sorgen um mich selbst machen? Ich weiß es nicht.
Aus den Lautsprechern meines Computers tönte Musik, ich konnte nicht ohne schreiben. Ich warf einen Blick auf iTunes: Voltaire – When you're evil, flackerte in verschwommenen Buchstaben über den Bildschirm. Ich mochte das Lied. Es passte gut, zu dem Bösewicht meiner aktuellen Serie.
Lächelnd nahm ich einen Schluck aus der Kaffeetasse, die neben mir auf dem Schreibtisch stand. Der Kaffee war kalt, eiskalt, um genau zu sein, doch das störte mich nicht. Das Koffein darin erfüllte seinen Zweck. Es hielt mich wach.
Doch anscheinend hatte ich bereits zu viel davon zu mir genommen in dieser Nacht. Aus dem Augenwinkel beobachtete ich, wie etwas hinter mir entlang huschte. Ich schreckte auf und drehte mich um, doch da war nichts. Keine Person, kein Tier, kein Schatten.
Erschöpft ließ ich den Kopf auf meine Hände fallen und fuhr mit den Handballen unter meinen Augen entlang.
„Geh schlafen …“, murmelte ich zu mir selbst, als wäre ich in Trance.
Doch ich wollte nicht, konnte nicht, ich musste weiterschreiben.
Mein Rücken tat weh und meine Glieder schmerzten. Schnell nahm ich noch einen großen Schluck vom kalten Kaffee, um nicht über der Tastatur ein zu nicken.
„Bist du müde?“, flüsterte eine tiefe Stimme hinter mir. Sie war so weich, wie Samt und gleichzeitig so rau, wie Schmirgelpapier.
Erschrocken wirbelte ich herum und betätigte den Lichtschalter meiner Schreibtischlampe. Mein Herz pochte wie wild, so als wolle es einen Wettbewerb gewinnen, und sprang mir bei all seinen Bemühungen fast aus der Brust.
„Wer ist da?!“, stammelte ich und versuchte dabei eine feste, sichere Stimme zu wahren. Doch niemand antwortete. Ich war allein in meinem Zimmer, ganz allein. Vielleicht halluzinierte ich, das sollte unter Schlafmangel und Koffeineinfluss schon vorkommen. Vielleicht hatte ich einfach nur mit mir selbst gesprochen? Doch nein, irgendetwas war da … Oder irgendwer?
Ich redete mir diese paranoiden Gedanken ganz schnell wieder aus. Ich hatte sämtliche Türen und Fenster geschlossen und die Alarmanlage aktiviert. Niemand hätte unbemerkt auch nur in die Nähe des Hauses kommen können. Niemand.
Mein Herzschlag beruhigte sich wieder und ich widmete mich meiner Arbeit.
Nach einigen Minuten blickte ich wieder auf und schaute aus dem Fenster vor mir. Statt meinem kleinen Vorgarten sah ich nur mein müdes, abgemagertes Selbst, das mich aus leeren, trüben Augen anstarrte. Plötzlich riss es die Augen auf und … verschwand. Seltsam dachte ich mir, doch, als ich wieder aufblickte, starrte es wieder zurück. Wieder eine Halluzination? Nichts mehr, als eine Illusion?
Ich klickte auf etwas fröhlichere Musik, um mich abzulenken.
Vielleicht sollte ich einfach aufstehen und das große Licht einschalten? Vielleicht würde es die Schreckgespenster verscheuchen? Oder vielleicht sollte ich auch einfach ins Bett gehen?
Es erschien mir das Vernünftigste. Die Deadline war erst in ein paar Tagen, bis dahin hätte das letzte Kapitel bestimmt beendet.
Aber vorher musste ich noch einmal aufs Klo. Der viele Kaffee drückte ganz schon auf meine Blase und drängte nach draußen.
Also schaltete ich meinen Computer aus und erhob mich. Alle meine Gelenke knackten und ich dehnte meinen schmerzenden Rücken, bevor ich den langen Flur zur Toilette hinab trottete.
Wieder hörte ich Geräusche, ein Kratzen und ein Keuchen, so, als würde jemand hinter der nächsten Tür liegen, dem Tode nahe.
Ich schüttelte mich, als es mir eiskalt den Rücken hinunter lief.
Ich setzte mich aufs kalte Porzellan und als ich fertig war stand ich auf und wusch mir die Hände, so, wie ich es immer tat. Doch trotzdem war irgendetwas anders. Doch ich wusste nicht was. Genau diese Unwissenheit jagte mir unglaubliche Angst ein.
Mein Atem beschleunigte sich, als ich den Flur zurück zu meinem Schlafzimmer lief. Die letzten Meter rannte ich sogar. Ich konnte es nicht erwarten endlich in meinem warmen, weichen und vor allem sicheren Bett zu liegen und die Augen zu schließen.
Doch dann hörte ich es. Das Klappern von Fingern, die über eine Computertastatur flogen. Ich erstarrte.
„Was war das?“, hauchte ich leise zu mir selbst.
Als ich näher kam sah ich sofort den hellen Schein meines Computerbildschirms durch den Spalt in der Tür hindurch scheinen.
Ich hatte ihn doch ausgemacht!
Zitternd legte sich meine Hand auf den Türknauf und ich betrat den Raum mit wackligen Knien.
Dort saß er. Im blauen Schein des Bildschirms saß er an meinem Schreibtisch und tippte an meinem letzten Kapitel.
Aus den Lautsprechern des Laptops ertönte Voltaires tief Stimme: It gets so lonely when you're evil …
Als ich in das Fenster vor ihm blickte sah ich sein Spiegelbild und unterdrückte einen Schrei.
Ich kannte diese Person! Ich kannte die ausdruckslose, weiße Maske, die ein entstelltes, nur noch von Muskelfasern bezogenes Gesicht verbarg. Ich kannte den schlanken, feinen Körper, der in dem maßgeschneiderten Anzug auf dem Stuhl saß. Ich kannte den Mann, denn ich hatte ihn selbst erschaffen! Vor mir saß mein eigens kreierter Bösewicht und schrieb an meinem Manuskript.
Ich begann zu zittern und zu ächzen.
Sollte es nicht der schönste Moment eines Autors sein, wenn er seinen Charakteren wirklich begegnet? War dies nicht der Wunsch eines jeden Schreibers?
Nein! Nicht bei diesem ihr. Ich erinnerte mich an seine Vorgeschichte, an alle Eigenschaften, die ich ihm gegeben hatte, an alles, das ich ihm angetan hatte.
„Was willst du von mir?“ Meine Stimme zitterte, wie tausend Espen im Wind.
Er legte nur den Kopf zur Seite und lächelte mich durch seine Maske hinweg an. Das weiße falsche Gesicht spiegelte sich gespenstisch im Fenster.
Plötzlich war er von seinem Platz verschwunden und hauchte mir ins Ohr. Ich wollte mich umdrehen und ihm in die dunklen Augen blicken, doch ich konnte nicht. Ich stand einfach nur da, angewurzelt.
Der Mann fuhr mir mit seinen eiskalten Fingern die Wirbelsäule entlang und küsste mich auf die blassen Lippen, bevor er sich in Luft auflöste. Ich kann seine Lippen auf meiner immer noch schmecken.
Wenige Sekunden später fiel ich in mich zusammen. Meine Beine gaben unter meinem Gewicht nach und ließen sich nicht mehr bewegen. Ich konnte nicht mehr aufstehen und dort, wo er mich berührt hatte setzte ein stechender Schmerz ein, der in meinen ganzen Körper ausstrahlte, bis auf die Beine. Diese konnte ich nicht mehr spüren.
„Nein!“, flüsterte ich in die Nacht hinein.
Bevor meine Augen zufielen und mich die Müdigkeit und die Verzweiflung übermannte konnte ich einen letzten Blick auf den Bildschirm erhaschen. Dort stand in strahlenden, blutroten Lettern:

Wann schreibst du dein letztes Kapitel?

Seit diesem Vorfall sitze ich im Rollstuhl. Doch was noch viel schlimmer ist, als die Lähmung ist die ewige Angst, die Angst vor dem Ende, denn ich habe das Kapitel nie zu ende geschrieben.

Donnerstag, 22. August 2013

Buchezension: Retrum von Francesc Miralles

Hallihallo!
Kurz vor meiner Abreise gibt es noch eine Rezension zu: Retrum.

Info:

Titel: Retrum
Originaltitel: Retrum
Autor: Francesc Miralles
Genre: Mystery, Thriller (meiner Meinung nach nicht, aber später mehr)
Seitenzahl: 345
Erschienen: Estrella Polar, März 2010
Deutscher Verlag: Loewe (2012)
Preis: 14, 95€
Amazon: http://www.amazon.de/Retrum-Francesc-Miralles/dp/3785570384/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1377157561&sr=8-1&keywords=retrum
Cover:
Originalcover:

Die Story

Christian hat seinen Zwillingsbruder bei einem Motorradunfall verloren und fühlt sich immer noch schuldig. Er kann sich kaum mit anderen Jugendlichen identifizieren und hängt immer öfter mit dem Maler Gerard oder einfach alleine herum.
Eines Tages trifft er dabei auf eine Gruppe blass geschminkter Jugendlicher, die ihre Freizeit auf Friedhöfen verbringen. Chris ist fasziniert von Alexia, Robert und Lorena, die sich selbst Retrum nennen und tritt schon bald ihrer Gruppe bei. Er verliebt sich sogar in Alexia.
Zu viert verbringen sie die Nächte auf Friedhöfen, schminken sich blass und heften eine Frage unter eine violette Blume über ihrer Brust. Wenn sie sich nun auf dem Grab einer gewissen Person zum schlafen legen, erhalten sie eine Antwort vom Toten.
Die vier planen ein Reise durch ganz Europa mit Besuchen auf den berühmtesten Friedhöfen.
Doch in London auf dem Highgate Friedhof, berühmt berüchtigt für all seine Vampirgeschichten, passiert etwas Schreckliches: Alexia wird erstochen und ermordet aufgefunden.
Und damit nicht genug: Es scheint, als würde ihr Geist Rache nehmen wollen, sie verfolgt Christina und Retrum, hinterlässt Nachrichten und greift sogar Alba, Christians neue Freundin an!
Doch was steckt wirklich hinter dem Geist?

Der Autor


Francesc Miralles wurde 1968 in Barcelona geboren.
Er arbeitet als Drehbuchautor und Schriftsgteller, liebt aber nebenbei noch die Musik.
Deswegen ist es kein Wunder, dass die Inspiration zu "Retrum" durch einen Song seiner eigenen Band kam.
Er selber sagt, dass Retrum viele Parallelen zu seiner eigenen Jugend aufweist und er selbst von unheimlichen Schauplätzen gerade so angezogen wird!
In Spanien löste sein Buch einen riesigen Hype aus, auch gewann er dort bereits einige Literaturpreise.
(Bild gefunden: hier; Alles copyright geht an die Betreiber ^^)

Die Genreeinteillung

Auf dem Cover steht ja eigentlich groß und breit Thriller ... Eigentlich. Retrum war nach meinem Geschmack nämlich kein Thriller sondern eher ein Jugenddrama -, Liebesgeschichten - Mischmasch. Sehr lange schwelgt Chris zwischen Alba und Alexia und treibt eigentlich nur in Selbstmitleid. Dreiviertel des Buches, bis sie eben nach Highgate kommen passiert absolut nichts. Und erst recht nichts, was die Spannung eines Thriller aufbauen könnte.
Ohne fies zu klingen, aber wer auch immer auf dieses Buch Thriller geschrieben hat, hat noch nie einen gelesen.
Ich hätte mir etwas ganz anderes erwartet.

Der Schreibstil

Auch der Schreibstil hat mir kaum zugesagt. Der Autor schweift von abgehackt zu unglaublich schnulzig und unrealistisch.
Erstens: Vie in dem Buch klingt einfach nur nach "schnell mal eben hin geschrieben". Ich finde man hätte es noch weiter und zwar viel weiter ausbauen können und auch die Dialoge hätten um einiges länger und spritziger sein können. Es ist nun mal nicht so, dass A etwas sagt, B sagt was und C sagt was und fertig. So zum Beispiel auch die Gespräche zwischen Christian und seinem Vater: Mein Gott, wenn meine Eltern wütend auf mich sind dann sagen sie nicht: "Ich bin böse auf dich" sondern dann liegt eine Diskussion von mindestens einer halben Stunde vor mir! Das und die unglaublich kurzen Kapitel sorgen für ein unglaubliches Gefühl der Abgehacktkeit (das Wort gibt' nicht XD) und den Verlust der Spannung.
Außerdem: Das ganze Buch ist in der Ich - Perspektive verfasst. Das wird überhaupt nicht ausgenutzt. Null. Man sollte meinen, dass es dem Autor so leichter fällt sich so besser in seinen Charakter hineinzuversetzen und eine bessere Stimmung zu erzeugen. Pustekuchen! Man lernt ja leider nicht mal den Hauptcharakter kennen und erfährt nichts über seine Gedanken und Gefühle. Schwache Leistung. Spannung zeigt sich so auch kaum.

Die Charaktere

Die Charaktere sind unglaublich flach. Wie ich oben schon erwähnt habe, kommt man nicht einmal richtig gut mit Chris klar. Denn obwohl die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird ... Bekommt man nichts über ihn mit, außerdem ewigen Hinkelstein auf seinem Buckel mit dem Tod seines Bruders -_-
Sogar die Gefühle für Alexia und Alba sind nicht wirklich ausformuliert.
Auch die anderen Mitglieder von Retrum scheinen eigentlich weder Hobbies noch Gefühle, Regungen oder ähnliches zu haben. Bis auf ihr Aussehen erfährt man fast nichts.
Ich hätte wenigstens gerne ein paar Gedanken, Beziehungen und ähnliches gehabt.
Auch sind einige Szenen und Charaktere unglaubwürdig bzw. lächerlich. Alba zum Beispiel war ja die Höhe! Taucht sie regelmäßig bei Chris auf - oben ohne (oder so gut wie) - oder lädt ihn als einzigen zum Geburtstag ein. Wie einsam und verzweifelt ist dieses Mädchen eigentlich? So verdient man sich doch nicht die Liebe eines Jungen -_- Nennt mich prüde und naiv aber ne du! Außerdem verändert sich kein Mensch, so wie sie es aber getan hat, von heute auf morgen. Die ganze Zeit war sie die liebe, prüde Streberin, die immer in langen Hippiepullovern herumrennt und plötzlich geiffert die ganze Klasse ihr hinterher ... Ich weiß ja nicht ob der Autor je als Teenager zur Schule gegangen ist aber: SO. LÄUFT. DAS. NICHT.

Der Plot

An sich wäre die Geschichte ja spannend gewesen. Ein Spiel mit dem Tod auf Friedhöfen? Ein Mord und ein rachsüchtiger Geist? Klingt spannend.
Tja ... Blöd, dass die Geschichte erst mal ewig braucht, um überhaupt erst mal in Gang zu kommen. Ungefähr dreiviertel des Buches dümpelt die Geschichte ohne viel Handlung dahin. Es passiert nichts neues: Chris trifft Retrum, Chris macht Ritual, Chris macht Ritual, Chris trifft Retrum ... Dann knutscht er mit Alba dann wieder mit Alexia. Jetzt mal ehrlich: Es passiert nicht! Immer wieder das gleiche! Somit zieht sich der Teil des Buches auch ewig ohne einen Ansatz von Spannung dahin. Wirklich unterstützt wird diese Langeweile auch nicht durch die abgehackten Kapitel. Alles wirkt abgehackt und man verliert komplett das Zeitgefühl: Im einen Kapitel liegt noch Schnee im nächsten (drei Seiten weiter -_-)sitzt Retrum dann im Gras?! Das und andere Logikfehler sorgen ziemlich für Verwirrung. So werden die drei anderen von Retrum einen Tag nach dem Mord entlassen und gelten nicht mehr als Verdächtige. Von weiteren Mordermittlungen und ähnlichem hört man auch nichts mehr ...
Auch fand ich die letztendlich Auflösung dann doch recht vorhersehbar. Obwohl die letzten 25 Seiten (es tut mir echt leid, das zu sagen) dann doch ein bisschen Spannung aufbauen und das Ende dementsprechend auch gut war, aber wieder viel zu abgehackt. Trotzdem galt auch hier: Kaum war ein Fakt raus, schon konnte man sich das Ende auch selbst konzipieren. Wirklich schade!

Das Design

Einige Pluspunkte will ich dem Buch aber trotzdem geben. Auch wenn das Cover kein unbedingter Hingucker ist, ist das Innere des Buches wirklich gut gestaltet. Die Seiten sind nach außen hin schwarz gefärbt und haben kleine Farbflecken im Inneren, die wahrscheinlich an Blut erinnern sollen.
Auch gut haben mir die jeweiligen Zitate am Anfang jedes Kapitels gefallen ^^

Mein Fazit

Retrum hätte eine gute Geschichte zu bieten gehabt, der Autor schafft es allerdings nicht diese wirklich spannend auszuformulieren. Flache Charaktere verleihen dem Ganzen auch nicht mehr Spannung.
So leid es mir tut aber Retrum bekommt von mir leider nur 1, 5 von 5 Sternen.

Mittwoch, 14. August 2013

Buchrezi: Im Herzen die Rache von Elizabeth Miles

Titel: Im Herzen die Rache
Originaltitel: Fury - Sometimes sorry is not enough ...
Autor: Elizabeth Miles
Genre: Mystery, Highschoolstory
Seitenzahl: 380
Erschienen: Simon Pulse (2012)
Deutscher Verlag: Loewe Verlag
Preis: 17, 95 €
Amazon: http://www.amazon.de/gp/product/3785573774/ref=s9_psimh_gw_p14_d2_i5?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0S018QXPVZCJ7RTMRDB4&pf_rd_t=101&pf_rd_p=463375173&pf_rd_i=301128
Cover:
Originalcover:

Die Story:

Im winterlichen Ascencion geht etwas Seltsames vor. Drei fremde Mädchen sind gekommen, um Rache zu nehmen.
Die Stimmung der Schüler der Ascencion High ist im Keller. Erfahren sie doch, dass die Schülerin Sasha Bowlder, ihreszeichens Mobbingopfer der Schule, von einer Brücke gestürzt hat. Einen trifft die Nachricht jedoch besonders: Chase Singer (jetzt wollt ich tatsächlich Jennings schreiben). Denn er ist für ihren Selbstmordversuch verantwortlich und er war es, der den Weg für ihre Hölle auf Erden geebnet hat.
Auch Emily ist schockiert, doch sie hat im Moment andere Dinge im Kopf: Zach. Doch leider ist er der feste Freund ihrer besten Freundin Gabby. Aber als diese in den Urlaub nach Mallorca fährt passiert etwas zwischen beiden und Chase erwischt sie auch noch.
Doch schon bald merken beide, dass es jemand auf sie abgesehen hat: Seltsame Geistermädchen auf der Straße, durchgeschnittene Bremsleitungen und rote Orchideen, die aus dem Nichts irgendwo auftauchen und zwar immer wieder.
Und Chase wird sogar von all dem eingeholt. Ein Grund mehr für Emily Winters sich mit dem wahrscheinlich unabwendbaren Schicksal zu messen.

Die Autorin:

Elizabeth Miles wurde in der Nähe von New York geboren. Seit ihrem Abschluss in Boston arbeitet sie für eine alternative Wochenzeitung. Sie liebt Theater und Pizza und kalte Winternächte in Maine, hält sie aber auch für unglaublich gruselig.
Momentan lebt sie mit ihrem Freund und zwei Katzen in Portland.
Die Fury - Triologie sind ihre ersten veröffentlichten Werke.
Hier geht es zu ihrem Blog

Der Schreibstil:

War nichts besonderes und teilweise sogar etwas ... wie aus einem Aufsatz aus der achten Klasse. Aber teilweise auch wirklich gut, wobei es nie Stellen gab, an denen ich wirklich wirklich mitgefiebert habe.
Alles in allem ein ziemliches auf und ab.

Die Charaktere:

Die Charaktere waren erstaunlich gut erdacht und auch nicht sonderlich flach.
Jeder hat perfekt die Rolle ausgefüllt, die er ausfüllen sollte.
Besonders gut gefallen hat mir Drea ^^
Respekt für eine Erstveröffentlichung.

Der Plot:

Und jetzt kommt's: Genau damit hatte ich nämlich so meine Probleme. Die Geschichte an sich war wirklich gut und interessant, allerdings hätte ich mir einfach einen spannenderen Mysterythriller erwartet. Klar wird auch ein bisschen Drama und Liebesgeschichte dabei sein, hab ich mir gedacht, das war bei dem Klappentext auch nicht anders zu erwarten.
Aber gut zwei Drittel des gesamten Buches bestehen aus Highschooldrama! Ich hätte erwartet, dass die Autorin früher zu dem kommt, nämlich dem gruseligen Mystery Teil mit der Rache, was eigentlich mit dem Titel und dem Klappentext angegeben wird.
Stattdessen verfolgen wir ewig lang Em und Zach, die eigentlich nichts Neues machen außer jedes zweite Kapitel zusammen irgendwo zu kuscheln. Und eben das zieht sich unglaublich lange und man hat das Gefühl, dass überhaupt nichts passiert. Ich habe mich zeitweilig wirklich gefragt ob sich der Texter, der den Klappentext entworfen hat überhaupt nur eingelesen hat und irgendeine Ahnung von dem Buch hatte.
Aber das letzte Drittel war dann tatsächlich noch spannend! Es ist sogar was passiert: (SPOILER) Chase stirbt nämlich, weil er von den Rachegöttinnen eingeholt wird und für seine Sünden bestraft wird. (SPOILER ENDE)
Em beschließt danach nämlich zu handeln und setzt sich mit Drea, Sashas einziger Freundin zusammen, die anscheinend mehr weiß, und lehnt sich gegen die Rachegöttinnen auf.
Dieser letzte Teil war es eben, der, der mich hat überlegen lassen mir auch den nächsten Band zu holen, falls er auf Deutsch erscheint. Im englischen heißt er Envy, also Eifersucht.
Auch möchte ich mal einen Blick ins englische Orginal werfen, weil ich die Cover schöner finde, aber dazu gleich mehr.

Das Cover:

An sich finde ich das Cover unglaublich schön, deswegen habe ich das Buch gekauft ^^°
Allerdings passt es, nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, überhaupt nicht dazu. Auf allen Covern ist Ty, eines der Mädchen und Furien, vorne abgebildet und auf den anderen beiden die weiteren zwei Mädchen.
Ty hat rote Haar und ist nicht auf dem Deutschen Cover. Und Emily kann es eher auch nicht sein ...
Besonders schön finde ich auch das britische Cover ^^  (siehe rechts)
Tja, Thema verfehlt.

Mein Fazit:

Im Herzen die Rache hat unglaubliches Potenzial, so gesehen finde ich es schade, dass es das nicht ganz ausschöpft.
Gesamt bekommt es von mir 3,5 Sterne.
Die Wertung scheint vielleicht etwas hoch zu sein, wenn man bedenkt, dass ich mich vorher so viel auszusetzen hatte. Allerdings ist das Buch wieder ein Auftakt zu einer Trilogie und ich habe mich entschlossen dem zweiten Band eine Chance zu geben.