Montag, 22. April 2013

Manga- Rezension: Another von Yukito Ayatsuji (Story) und Hiro Kiyohara (Zeichnungen)

Heute gibt es eine Rezension zu einer Manga- Reihe von mir.
Ich möchte euch heute die Geschichte des Fluches der Klasse 3-3 erzählen und damit die Geschichte von "Another".
Titel: "Another"
Originaltitel: Another
Autor: Yukito Ayatsuji
Zeichner:  Hiro Kiyohara
Bände: 4 vollständig
Preis: 7 Euro pro Band
Verlag: Egmont
Erhältlich: http://www.amazon.de/Another-01-Yukito-Ayatsuji/dp/3770477324/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1366658722&sr=8-1&keywords=another
Der Manga basiert auf dem Roman von Yukito Ayatsuji und ist ebenso als Anime erschienen, beides habe ich nicht gelesen, ich beziehe mich also lediglich auf den Manga. Und der hat mir wirklich gut gefallen.
Aber fangen wir ganz von vorne an mit der Story: Shoichi hat gesundheitliche Probleme. Schon seit er klein ist kollabiert ihm regelmäßig die Lunge. Als sein Vater geschäftlich nach Indien muss und seine Mutter tot ist zieht er also für das nächste Schuljahr in die kleine Stadt Yomiyama zu seinen Großeltern und seiner Tante Reiko, die im Verlauf der Geschichte auch noch zu seiner Klassenleiterin wird.
Dort geht er auf die Yomiyama- , lasst mich lügen, Mittelschule, auf die bereits seine Mutter gegangen ist.
Doch schon bald merkt er, dass etwas nicht stimmt, als seine Tante ihm die "Regeln" der neuen Schule erklärt. Auch erfährt er, dass auf seiner Klasse, der 3-3, ein Fluch liegt. Vor einigen Jahren starb ein Schüler der Klasse, doch die tat einfach so, als würde dieser noch leben und er erschien am Ende des Jahres tatsächlich auf dem Klassenfoto! Seitdem soll sich jedes Jahr ein "Toter" in die Klasse ein. Er weiß nicht, dass er bereits gestorben ist und nach dem Schuljahr verschwinden sämtliche Erinnerungen an den Geist. Diese versucht dem Fluch entgegen zu wirken, indem sie am Anfang des Schuljahres einen "Unsichtbaren" erklärt, um die Schülerzahl wieder auszugleichen. Denn sollte der Fluch tatsächlich greifen, stirbt jeden Monat mindestens ein Mensch aus der Klasse oder ihres näheren sozialen Umfeldes.
Shoichi bringt diesen Zyklus durcheinander, als er im Krankenhaus auf Mei trifft, das puppenähnliche Mädchen ist in diesem Jahr eben diese "Unsichtbare". Er spricht sie an und zerstört so die Wirkung. Also beginnt der Fluch zu wirken und es sterben regelmäßig Menschen. Nun gilt es dem Fluch ein Ende zu setzen.
Wer sich fragt was es mit Meis Augenbinde auf sich hat, wen sie im Krankenhaus besuchte, wer der "Tote" ist und wie die Klasse den Fluch aufhält, der muss sich in "Another" reinlesen.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe japanische Horror- Geschichten und wem das genauso geht, dem kann ich Another sehr ans Herz legen. Allerdings hat auch "Another" an einigen Stellen das Problem, wie viele vierbändige Mangas mit Vorlage. Die Geschichte wirkt leicht verworren und man blickt an einigen Stellen nicht durch, v.a. an den jeweiligen Band- Übergängen. Trotzdem wurde ein gutes, verständliches und auch leicht überraschendes Ende geschrieben.
Die Zeichnungen haben mir sehr gut gefallen. Puppen spielen in dem Manga zwar keine so große Rolle allerdings passt der puppenähnliche Zeichenstil von Hiro Kiyohara sehr gut zur Geschichte. Die teilweise blutigen Tode stehen in schönem Kontrast zu den unschuldigen Zeichnungen. Emotionen wie Angst und Panik, die in den Horrormomenten des Mangas sehr wichtig sind kommen auch gut rüber.
Wirklich gegruselt habe ich mich beim Lesen allerdings nicht.
Wegen kleiner Hänger aber einem bestechenden Zeichenstil und Story bekommt "Another" von mir 4,5 Sterne.