Montag, 27. Mai 2013

Manga- Rezi: Di[e]ce

Alea iacta est.

Titel: di[e]ce
Originaltitel: di[e]ce
Autor/Zeichner: Otoh Saki, Kana Yamamoto
Genre: Mystery, Action
Bände: 6
Preis: ca. 7 €
Verlag: Egmont
Amazon: http://www.amazon.de/Di-ce-01-Otoh-Saki/dp/3770477456/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1369638203&sr=8-5&keywords=di%5Be%5Dce

Kazuki und Haruki sind die besten Freunde. Sie sehen sich extrem ähnlich und haben sogar denselben Geburtstag, trotzdem könnten sie charakterlich nicht unterschiedlicher sein. Haruki ist Schulsprecher, pflichtbewusst, ernst und hat die besten Schulnoten. Kazuki verbringt die meiste Zeit in der Spielhalle, ist kindisch und auch nicht der Schule nicht wirklich der Überflieger.
Doch das Leben der beiden gerät aus den Fugen, als sie als "King"s des Spieles Di[e]ce erwählt werden. Ab sofort müssen die beiden in mehr oder weniger langen Battles um ihr überleben, oder eher das Überleben ihrer Mitspieler kämpfen. Der King selbst kann nicht sterben (außer durch die Hand des anderen Königs), allerdings kommen im Verlauf des Mangas immer mehr an Schachfiguren angelehnte Mitspieler dazu, die verschiedene Aufgaben erfüllen, die verletzt werden können und ebenso sterben können.
Die beiden Kings sind verwirrt, denn am Ende von Di[e]ce müssen sich die besten Freunde gegenseitig töten und nur einer kann überleben.
Als dann auch noch die Cruciata - Organisation auftaucht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das kranke Spiel für immer zu beenden, der Leser in das Archiv von Bodo, voll mit allem Wissen der Welt, geführt wird und den Verursachern von Di[e]ce begegnet, Charaktere verschwinden und vieles mehr, geht es in "Di[e]ce" drunter und drüber.

Was zu Anfangs noch etwas verwirrend scheint mausert sich zu einem packenden Mystery - Thriller.
Ich war jedoch etwas enttäuscht, dass der Manga nur sechs Bände hatte, denn an einigen Stellen hätten die Geschichte und die Charaktere noch etwas Feinschliff benötigt. Charaktere wie Karen, die Queen lernt man weniger gut ´kennen und man weiß, dass sie eine Verbindung zu Di[e]ce hat, sieht sie sogar mit dem Boss, die genaue Beziehung kennt man jedoch nicht. Dem Springer wird hingegen ein ganzer Band zuteil.
Ansonsten lernt man gerade in den letzten Bänden viel über das Spiel und alles klärt sich auf. Das Ende war etwas ... unorthodox, jedoch unerwartet und deswegen doch ganz gut.
Der Zeichenstil von Di[e]ce hat mir besonders gut gefallen. Die Zeichnungen sind detailreich und die Characterdesigns sind ausgereift und verschieden, sodass man jeden gut und sofort erkennt. Gut gelungen ist auch die Brücke zwischen den verschiedenen Spielern auf beiden Seiten. Die meisten sehen sich ähnlich, können aber durch kleine Unterschiede erkannt werden. Allerdings ist das bei Kazuki und Haruki nicht gelungen. Die beiden sehen sich nicht im geringsten ähnlich, sie haben nicht einmal dieselbe Haarfarbe.
Somit bekommt Di[e]ce von mir vier Sterne.