Donnerstag, 20. Februar 2014

[Buchrezi] Totentrickser von Jan Oldenburg

Info:

Titel: Totentrickser
Autor: Jan Oldenburg
Reihe: Ferne Länder
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 416
Erschienen: Piper Fantasy; September 2013
Preis: 14,99 €
Amazon: http://www.amazon.de/Totentrickser-Roman-Jan-Oldenburg/dp/3492702961/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1392748492&sr=1-1&keywords=totentrickser
Cover:


Die Story:

Brom, Selphyne, Bolgur und Falfnin sind Helden, das heißt, sie besiegen die "Bösen" und retten die Welt, immer und immer wieder.
Doch plötzlich stirbt ihr größter Feind, der Totenbeschwörer Thanatos. Aber nicht genug: Er gibt ihnen auch noch den Auftrag auf seine verbliebene Tochter aufzupassen und diese zu seinen nächsten Verwandten zu bringen, damit die Kleine dort wohlbehütet aufwachsen kann.
Doch Nenia ist nicht gerade ein kleiner Sonnenschein, ebenso wenig, wie ihre Verwandten, die plötzlich anfangen vor den Nasen der Helden wegzusterben.

Der Autor:

Jan Oldenburg wurde 1979 geboren.
Er studierte Literaturwissenschaft und schrieb auch vor seinem Debütroman bei Piper "Fantastik AG" viel, arbeitete jedoch auch an einigen Filmprojekten mit.
Fantastik AG gewann 2013 den SERAPH - Award.

Der Schreibstil:

Ich habe mal wieder ein Buch gefunden, bei dem mir der Schreibstil richtig Spaß macht. Die Geschichte ist nicht wirklich ernst und nimmt sich auch nicht ernst. Oldenburg geht mit viel Witz, Sarkasmus und Ironie ans Werk.
Allerdings finde ich, dass man es auch Übertreiben kann. Viele Dialoge klangen eher wie aus einem 3. klassigen Free - to - play - RPG, wären da wohl auch witzig gewesen, kamen aber im Buch weniger gut. Außerdem sind viele "moderne" Wörter und Anglizismen "eingedeutscht" und das stört, mich zumindest. Natürlich war die ein oder andere Anspielung ganz lustig aber irgendwann fingen sie an sich zu häufen.
Zuletzt habe ich noch die ganzen Partizipien, die so wirken, als würde der Autor Nebensätze vermeiden wollen.

Die Charaktere:

Die mag ich ^^ Wirklich, der ganze Heldentrupp ist unglaublich sympathisch und klar definiert.
Nur Nenia find ich ... Ein billiger, flacher nicht witziger Abklatsch einer möchtegern Wednesday Addams. Und sie ist eben einfach nicht witzig (im Gegensatz zu Wednesday) sondern wirkt auf mich einfach nur faul ausgedacht.

Der Plot:

Jan Oldenburg wartet mit vielen bunten Facetten seiner Fernen Länder auf, an denen der Leser wirklich Spaß hat. Ich habe mich immer gefreut in diese Welt zurückzukehren.
Auch die Geschichte hat viele Wendungen, wobei diese für mich fast nie wirklich überraschend kamen, was aber denke ich daran liegt, dass ich im Genre mehr Erfahrung habe ^^ (Kennt ihr das?)
Auch das Ende war mir schon ein zwei Kapitel vorher klar.
Den Epilog fand ich unnütz. Das Ende vorher war rund, der Epilog hat das ganze dann wieder unkomplettiert. Leider. Manchmal ist weniger auch mehr.


Mein Fazit:

Trotz vieler Macken kann ich euch das Buch eigentlich empfehlen, denn es bekommt von mir 4 von 5 Lesebrillen.